Auch wenn das Wetter nach wie vor relativ warm ist, kann man es jetzt nicht mehr verleugnen: Der Sommer auf der Ostalb ist zu Ende, man muss sich langsam besinnen, wo die warmen Pullis liegen– oder sich neue zulegen. Die zurückliegende Woche verlief noch relativ ruhig, aber am Montag beginnt die Schule wieder und damit für Familien mit Kindern auch der ganz normale Wahnsinn: rechtzeitig aufstehen, den Schulbus erwischen, Klassenarbeiten, Elternabende und was sonst noch alles dazugehört. Auch in den Werkstätten, Büros und Fabriken endet die Hauptferienzeit und es werden sich wieder mehr Kolleginnen und Kollegen treffen.

Damit das Ende der entspannten Sommerzeit nicht nur negative Gefühle hervorruft (oder um die Mode- und Kosmetik-Industrie zu unterstützen), wurde das Sommer-Glow-up erfunden. Was damit gemeint ist? Wörtlich übersetzen könnte man es mit „aufleuchten“. Gemeint ist, dass man aus der Sommerpause erfrischt, erholt, gebräunt, schlanker, fitter oder sonst irgendwie schöner zurückkommt.

Während sich Teenager oft gezielt um das Glow-up bemühen, zeigen sich bei Erwachsenen nach der Sommerzeit manchmal einfach nur die Effekte von nachlassendem Stress oder mehr Zeit für den Sport. So mancher Lokalpolitiker, den man jetzt nach der Sommerpause wiedersieht, wirkt ein wenig schlanker und weniger faltig – und vielleicht sind auch die Chefinnen und Chefs ein bisschen entspannter.

Wie lange dieser Effekt anhält, weiß man nicht – in diesem Herbst noch viel weniger als in den Jahren zuvor. Aber sind wir mal ehrlich: Man weiß im Leben nie, was kommt.

Eine andere Art von Glow-up – oder einfach ein neuer Lebensabschnitt – hat in der zurückliegenden Woche für Dirk Schabel begonnen, der ins Amt des Dischinger Bürgermeisters eingesetzt wurde. Die Veränderung wird für ihn, der schon zuvor als Kämmerer im gleichen Rathaus gearbeitet hat, nicht so groß sein wie sie beispielsweise für Jörg Weiler in Königsbronn war, der als früherer Revierförster quasi den Beruf gewechselt hat. Aber auch bei ihm hatte man zumindest im Interview, das er nach etwas mehr als drei Monaten im Amt des Bürgermeisters gegeben hat, den Eindruck, dass er gut in die neue Rolle hineingefunden hat.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes, leuchtendes Wochenende

Interview mit dem Königsbronner Bürgermeister Wie liefen die ersten 100 Tage im Amt für Jörg Weiler?

Königsbronn