Die einen stehen links, die anderen extrem rechts: SPD und NPD. Beide Parteien treten bei der Landtagswahl an und befinden sich in der heißen Phase des Wahlkampfs, die jüngst auch im öffentlichen Raum begonnen hat.

Zunehmend mehr Plakat „schmücken“ die Laternenpfähle und Verkehrsschilder entlang der Straßen, und es dürften in den verbleibenden Wochen bis zur Wahl im März sicherlich noch deutlich mehr werden.

Etwa 40 Plakate wurden vernichtet

Doch kaum hat der Kampf um Wählerstimmen begonnen, sind die SPD und die NPD Opfer einer nächtlichen Plakatklau-Aktion geworden. So teilten die Sozialdemokraten gestern mit, dass in der Nacht zum gestrigen Mittwoch überwiegend auf dem Zanger Berg und im Mittelrain zahlreiche Wahlplakate abgehängt und vernichtet wurden. Insgesamt handle es sich um etwa 40 Plakate, die wohl unter Zuhilfenahme einer Leiter abmontiert und mit einem größeren Fahrzeug abtransportiert wurden. Gestern früh habe man die zerstörten Plakate dann bei der Georg-Elser-Schule in Königsbronn gefunden. Der Kreisverband der SPD erstattete Anzeige bei der Polizei und setzte eine Belohnung in Höhe von 250 Euro aus für Hinweise auf die Täter.

Die Polizei ermittelt bereits

Auch die NPD hat Anzeige erstattet, da die Partei in derselben Nacht Opfer von Plakatdieben wurde. Während HZ-Informationen zufolge noch am Dienstagabend vorwiegend in der Giengener Straße zahlreiche Wahlwerbungen der rechtsextremen Partei hingen, waren diese am Mittwochmorgen verschwunden.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Ulm ermittelt die Kripo, doch stünden die Untersuchungen noch am Anfang. Insofern ist nicht bekannt, ob es zwischen den Diebstählen einen Zusammenhang gibt und ob noch andere Parteien bestohlen wurden.