Heidenheim / pm Ende September nimmt der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb an mehreren Standorten in Heidenheim und seinen Teilorten schadstoffhaltige Abfälle aus dem Haushalt an.

Seit 2008 schickt der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb ein Umweltmobil in zweijährigem Turnus auf Tour. In allen elf Städten und Gemeinden im Kreis Heidenheim macht Ende September und Anfang Oktober das Schadstoffmobil wieder Station, um Problemstoffe aus privaten Haushalten in haushaltsüblichen Mengen kostenlos anzunehmen.

„Schadstoffe dürfen keinesfalls unbeaufsichtigt an den Straßenrand gestellt werden und gehören schon gar nicht in die Natur oder in die Kanalisation“, teilt der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb in einer Pressemitteilung mit. Schadstoffe sind umweltbelastende Stoffe, die bei unsachgemäßer Entsorgung auch in kleinen Mengen große Schäden für Menschen, Umwelt und Natur anrichten. Sie gehören auch nicht in den Hausmüll, sondern in eine fachgerechte Schadstoffentsorgung.

Was kann abgegeben werden?

Angenommen werden Dispersionsfarben, Lacke und andere umweltschädliche Chemikalien von Abbeizmitteln über Klebstoffe und Kosmetika bis hin zu Waschmitteln und WC-Reinigern. Auch können alte Medikamente, Pflanzenschutzmittel, Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, Fotochemikalien oder Auto- und Haushaltsbatterien in haushaltsüblichen Mengen abgegeben werden. Ein Tipp des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs: Eingetrocknete Dispersionsfarben, also Farben in festem Materialzustand, können über die Restmülltonne entsorgt werden, da in diesen keine Lösungsmittel mehr enthalten sind.

Allerdings werden auch einige Materialien und Gegenstände bei der Problemstoffsammlung zurückgewiesen. Nicht angenommen werden etwa Zement- und Klebersäcke. Diese Abfälle sind Bauschutt und als solche kostenpflichtig im Entsorgungszentrum zu entsorgen. Tabu sind auch Feuerwerkskörper, Munition und Sprengstoff oder gefasste Gase und Druckflaschen ebenso Feuerlöscher.

Wann und wo sind die Halte?

In Heidenheim startete das Umweltmbobil in Schnaitheim an der Albrecht-Dürer-Straße am Freitag, 20. September. Dort wird es von 10 bis 10.30 Uhr stehen. Die nächste Station in Schnaitheim ist beim Parkplatz an der Seewiesenhalle – neben der Ballspielhalle –, und zwar von 10.45 bis 11.30 Uhr. Der bisherige Standort am Parkplatz der Turn- und Festhalle kann derzeit wegen Baumaßnahmen nicht genutzt werden.

Am Samstag, 21. September, ist Station in Heidenheim am Parkplatz Bäurle (gegenüber des Römermuseums) von 8 bis 8.45 Uhr, von 9 bis 9.30 Uhr in Mergelstetten beim Sportplatz auf den Reutenen und von 9.45 bis 10.30 Uhr in der Paul-Priem-Straße/Friedrich-Voith-Straße. Schadstoffhaltiger Müll wird an diesem Samstag in Oggenhausen auf dem Parkplatz der Turn- und Festhalle von 12.45 bis 13.15 Uhr abgeholt, in Großkuchen beim Rathaus von 13.45 bis 14.30 Uhr.

Nochmal in Schnaitheim macht das Umweltmobil am Dienstag, 24. September, Halt, und zwar beim Parkplatz Real bei den Glascontainern von 11 bis 12 Uhr. Am Mittwoch, 25. September, steht das Umweltmobil in Mergelstetten auf dem Besucherparkplatz beim Entsorgungszentrum, Zoeppritzstraße 100, von 9:30 bis 10 Uhr. Der bisherige Standort am Parkplatz bei der Firma Schwenk entfällt stattdessen.

In Heidenheim können Bürger am Donnerstag, 26. September, auf dem Parkplatz Karl-Rau Halle von 9 bis 10 Uhr und am Freitag, 27. September, auf dem Parkplatz des Werkgymnasiums von 13 bis 13.30 Uhr abgeben.

Abgabe für Betriebe folgt

Problemstoffe aus Gewerbebetrieben werden beim Umweltmobil nicht angenommen. Für Gewerbebetriebe organisiert der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb eine separate Sammlung im Herbst, wo diese Problemstoffe kostenpflichtig abgegeben werden können. Alle Betriebe werden über diese Sammel-Aktion vorab schriftlich informiert.

Alle Termine finden sich auch im Sammelterminkalender für 2019 oder auf den Internetseiten des Kreisabfallwirtschaftsbetriebes www.abfall-hdh.de.

Schadstoffe aus Haushalten können zudem jeweils montags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 13 bis 17 Uhr in haushaltsüblichen Mengen kostenlos in der stationären Problemstoffsammelstelle im Entsorgungszentrum Mergelstetten, Zoeppritzstraße 100, abgegeben werden. Für Fragen zur Problemstoffsammlung steht Markus Nüsseler, Tel. 07321.9505-16, zur Verfügung.

Was ist bei der Abgabe zu beachten?

In Originalbehältern, zumindest aber in geschlossenen Gefäßen, sollten Problemstoffe angeliefert werden. Bestenfalls sind diese vorsortiert. Die Behälter sind so zu beschriften, dass der Inhalt klar bezeichnet ist. Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb warnt davor Schadstoffe zusammenzuschütten, da dies zu chemischen Reaktionen führen kann, bei denen giftige Gase oder explosive Mischungen entstehen.

Schadstoffe sollten immer persönlich dem Fachpersonal der Entsorgungsfirma übergeben werden, auch um mögliche Unklarheiten über Art und Herkunft der Stoffe mit dem Personal zu klären.

Das Abstellen von Problemstoffen an den Haltepunkten vor und nach der Sammlung ist verboten. Es besteht kein Anspruch auf Abgabe der Sonderabfälle, wenn die Standzeit des Umweltmobils beendet ist.