Vor wenigen Tagen sprach sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann ausdrücklich gegen eine Einführung von gendergerechter Sprache in Grundschulen aus. Sorgen macht er sich dabei vor allem um die Grundschüler, die jetzt schon Probleme mit dem Lesen hätten. Auch die Vielfalt der möglichen Schreibweisen macht ihm Sorgen, man müsse sich an Vorgaben halten, sonst habe man „am Ende keine einheitliche Rechtschreibung mehr“, so Kretschmann.

Dafür gab es viel Zustimmung von anderen Politikerinnen und Politikern. Auch Bildungsverbände wie der Philologenverband und der Verband Bildung und Erziehung sprachen sich gegen diesbezüglichen Änderungen an Schulen aus.

In Heidenheimer Schulen sieht die Stimmung ähnlich aus: Die Begründungen unterscheiden sich manchmal, aber niemand unter den Verantwortlichen möchte sich für mehr Gendern einsetzen.

Das Thema der Sprache ist aber nicht nur an Schulen relevant, sondern überall, wo geschrieben wird. So entscheiden sich Universitäten, Verwaltungsstellen, Firmen und Medienhäuser für ganz unterschiedliche Vorgehensweisen.

Wo halten Sie die Anwendung von gendergerechter Sprache für angebracht? In Bildungseinrichtungen, aber erst ab einer bestimmten Stufe? In der Kommunikation von Unternehmen? Oder hat das Gendern für Sie in der Sprache keinen Platz? Jetzt mitmachen bei der HZ-Umfrage:

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