Heidenheim / Karin Fuchs In der Hansegisreute wurde eine Katze durch ein Geschoss verletzt.

Eine Katze ist im Wohngebiet Hansegisreute vorige Woche vermutlich mit einem Luftgewehr angeschossen worden. Der Besitzer bemerkte die Verletzung in den frühen Morgenstunden am Samstag. „Als ich durch das Fell fuhr, habe ich am Hals etwas Dickes bemerkt“, erzählt Michael Ensle. „Daraufhin habe ich die Wunde bemerkt, in der noch das Geschoss streckte.“ Als Ersthelfer wusste sich der Katzenbesitzer zu helfen. Gemeinsam mit seiner Frau entfernte er das Projektil, das seiner Einschätzung nach zu einem Luftgewehr gehört, und säuberte die Wunde.

Die Katze verhält sich seit dem Schuss anders

Mittlerweile heile zwar die Verletzung ab, aber die acht Jahre alte Hauskatze vermeide seitdem ihre Streifzüge durch die Siedlung. „Wenn sie das Haus verlässt, geht sie höchstens noch kurz in den Garten.“

Um andere Tierbesitzer auf den Vorfall aufmerksam zu machen und vielleicht auch den Schützen zu finden, stellte Ensle an der Straßeneinmündung Hansegisreute ein Schild auf mit dem Hinweis „Auf unsere Katze wurde geschossen“ und seinen Kontaktdaten. Auf einem Foto zeigt er die Schussverletzung, in einer Klarsichtfolie zeigt er zudem das Projektil.

Nachbarn fürchten um das Wohl der eigenen Tiere

Etliche Nachbarn hätten sich daraufhin gemeldet und seien bestürzt gewesen. Viele hätten selbst Tiere und fürchten, dass ein Tierquäler im Wohngebiet umgehen könnte. Es habe sich jemand gemeldet, der schon im September eine junge tote Katze auf dem Spielplatz gefunden habe. An was diese verendet sei, sei jedoch unklar. Andere hätten angerufen und von Schüssen berichtet. Da ein Luftgewehr jedoch fast keinen Lärm macht, geht Ensle davon aus, dass diejenigen die Jäger im angrenzenden Waldgebiet gehört haben.

Nicht nur die Katze, sondern auch das Hinweisschild hat schon einiges abbekommen. Und zwar nicht nur durch den Regen der vergangenen Tage. Zweimal bereits wurde es umgeworfen und in den Dreck getreten.

Polizei ist nicht eingeschaltet

Die Polizei indes weiß derzeit nichts von derartiger Tierquälerei. Es komme schon vor, dass ab und zu ein Fall gemeldet werde, aber derzeit gebe es weder Meldungen aus Heidenheim noch aus dem Umkreis. „Wir können jedoch erst dann ermitteln, wenn wir von solchen Fällen auch erfahren“, so der Polizeisprecher.

Jüngst sorgte ein anderer Fall für Schlagzeilen

Am Zanger Berg in Heidenheim (insbesondere nahe Iglauer Straße) sind in den vergangenen Wochen mehrere Igel zu Tode gequält worden.