Eine Technik, die vor Corona beispielsweise in Küchen zur Geruchsneutralisation eingesetzt wurde, trägt jetzt zum Infektionsschutz in öffentlichen Räumen bei. Die Firma Weigert Industrievertretung aus Bartholomä vertreibt einen Luftfilter der Marke Plasmamade, der Aerosole in geschlossenen Räumen zuverlässig neutralisieren soll. Ein solcher Filter wurde am Dienstag im Bürgerbüro im Heidenheimer Rathaus aufgestellt, um auch dort für besseren Infektionsschutz zu sorgen.

Im Inneren des etwa 170 Zentimeter hohen, zylinderförmigen Geräts befindet sich ein Filter, der mittels Hochspannung die Molekülketten der Aerosole, in denen sich die Erreger befinden, zerstört. Die Luft wird am unteren Teil des Geräts eingesaugt, während oben wieder saubere Luft ausgestoßen wird. So entsteht eine Luftzirkulation, bei der sich Viren schließlich nur noch unterhalb des menschlichen Atembereichs finden. „Der Filter ist kein Wundergerät“, sagt Geschäftsführer Klaus Weigert. „Wenn Sie jemand direkt anhustet, können Sie sich natürlich auch dann noch anstecken.“ Dennoch kann der Luftreiniger die Aerosolbelastung laut Herstellerangaben in einem Raum bis auf ein nahezu steriles Niveau reduzieren.

Leise und geruchsneutral

„Gerade im Herbst, wenn es kühler wird, könnten unsere Filter beispielsweise in Schulen für saubere Luft sorgen“, sagt Weigert. Der Filter eigne sich bestens für Räume bis 150 Quadratmeter, sei leise und geruchsneutral sowie relativ kostengünstig. Damit sei der Filter ideal, gerade auch für den Einsatz in öffentlichen Gebäuden.

„Zudem lohnt sich das Gerät auch ohne Corona“, so Weigert. Mit dem entsprechenden Sensor ausgerüstet könne man beispielsweise auch den CO2-Gehalt in der Luft messen. Eine Lehrkraft könnte also, etwa auf dem Smartphone, sehen, ob und wann wieder gelüftet werden muss. Andere Einsatzgebiete könnten für Allergiker die Vorbeugung von Pollenflug sein.