Am kommenden Sonntag, 11. September, ist landesweit wieder Tag des offenen Denkmals. Auch im Landkreis Heidenheim werden zahlreiche Denkmäler an diesem Tag öffnen und die Besucherinnen und Besucher mit Führungen und Sonderaktionen in ihre Geschichte blicken lassen.

Ganz vorne mit dabei sind mal wieder die Königsbronner: Sie werden am Sonntag den Flammofen, den Bereich ums Kloster, das Kannenmuseum und die Feilenschleiferei öffnen. Führungen ohne Voranmeldung gibt es im Flammofen um 13.30 und 14.30 Uhr, im Kloster und im Kannenmuseum um 14 und 16 Uhr (Treffpunkt am Klosterbrunnen) und in der Feilenschleiferei um 14.30 und 16.30 Uhr. Direkt daneben wird das Team der Hausbrauerei des Kulturvereins von 11 bis 19 Uhr die Gäste bewirten.

Die Feilenschleiferei in Königsbronn.
Die Feilenschleiferei in Königsbronn.
© Foto: Sabrina Balzer

Im Rahmen des Tages des offenen Denkmals werden von Heidenheim bis Ellwangen auch verschiedene Führungen der Eisenfreunde 1365 angeboten. Führungen zum Thema der früheren Eisenverarbeitung gibt es um 10 Uhr im Flammofen und um 11 Uhr in der Feilenschleiferei. Für diese beiden Führungen ist eine Voranmeldung unter Tel. 07174.805944 oder per E-Mail an Katja.baumgaertner@eisenfreunde1365.de notwendig.

Schloss Brenz lädt zu Führungen und Mitmach-Aktionen ein.
Schloss Brenz lädt zu Führungen und Mitmach-Aktionen ein.
© Foto: Rudi Penk

Auf Schloss Brenz werden am Tag des offenen Denkmals von 13 bis 17 Uhr Hirschgulden geprägt. Dabei handelt es sich um ein Zahlungsmittel, das im 17. Jahrhundert auch in unserer Region genutzt wurde. Weitere Verbindung ins Brenztal: In den Jahren 1622/23 wurde im heutigen Gasthaus Hirsch für einige Monate eine staatliche Prägestätte betrieben. Dort also wurden damals Hirschgulden hergestellt, namensgebend waren die darauf abgebildeten Hirschstangen im württembergischen Wappen. Ebenfalls aufgeprägt war der Buchstabe B – ein Hinweis auf die Brenzer Prägestätte, wie Friedrich Frankowitsch, Leiter des Brenzer Heimatmuseums zu berichten weiß. Am Sonntag nun können Hirschgulden aus Silber- und Zinn-Rohlingen hergestellt werden. Auch für Kinder soll es eine Aktion geben. Einige originale Hirschgulden sind übrigens im Heimatmuseum des Brenzer Schlosses zu sehen. Dort herrscht am Tag des offenen Denkmals freier Eintritt.

Landkreis Heidenheim

Der Schwäbische Albverein Gerstetten lädt am Tag des offenen Denkmals in den Hirschwirtskeller an der alten Heldenfinger Straße ein. Von 11 bis 17 Uhr können Interessierte einen Blick in den 1869 errichteten und 1995 wieder aufgebauten Bau werfen. Gedient hat er einst als Bier- und Eiskeller, heute sind im Hirschwirtskeller Fledermäuse zu Hause.

Natürlich darf auch die Kaltenburg nicht fehlen.
Natürlich darf auch die Kaltenburg nicht fehlen.
© Foto: Luftbild Geyer

Die Interessengemeinschaft Kaltenburg beteiligt sich ab 11 Uhr mit Burgführungen am Tag des offenen Denkmals. Für musikalische Unterhaltung sorgt Martin Mayr. Als besondere Attraktion wird dieses Jahr die Falknerin Angela Schwürzinger zwei Uhus präsentieren. Veranstaltungsende ist gegen 17 Uhr.

Auch das Kloster Herbrechtingen beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals mit zwei Führungen um 11 und um 14 Uhr. Peter Koptisch erwartet alle Interessierten im Eingangsbereich des Klosters und wird beide Führungen leiten.

Auch die Härtsfeld-Museumsbahn beteiligt sich am Sonntag.
Auch die Härtsfeld-Museumsbahn beteiligt sich am Sonntag.
© Foto: Rudi Weber

Das Team der Härtsfeld-Museumsbahn wird ebenfalls am Sonntag teilnehmen: Der historische Bahnhof in Dischingen, der sich noch weitestgehend im Zustand wie zur Einstellung des Betriebs 1972 befindet, ist geöffnet. Rund um den Bahnhof wird eine große Modellbahnanlage präsentiert. Natürlich verkehren auch die historischen Züge an diesem Tag.

In der denkmalgeschützten Martinskirche Söhnstetten gibt es Führungen.
In der denkmalgeschützten Martinskirche Söhnstetten gibt es Führungen.
© Foto: Markus Brandhuber

In Söhnstetten wiederum kann am Tag des offenen Denkmals die Martinskirche besichtigt werden: Eine Führung durch den Kirchenturm findet um 11 Uhr statt, Führungen durch die Kirche selbst um 11 und 15 Uhr.

Das Heidenheimer Wahrzeichen Schloss Hellenstein darf nicht fehlen.
Das Heidenheimer Wahrzeichen Schloss Hellenstein darf nicht fehlen.
© Foto: Luftbild Geyer

„Die Bauten von Burg, Festung und Schloss Hellenstein zu Heidenheim“: So lautet der Titel einer Veranstaltungsreihe, in der die Bau- und Nutzungsgeschichte der einzelnen Bauwerke des Wahrzeichens der Stadt Heidenheim vorgestellt werden. In der Reihe der Bauwerksführungen geht es am Tag des offenen Denkmals diesmal um den Runden Turm (Südwestturm), der als trutziger Geschützturm das südliche Vorfeld der Anlage beherrschte. Führungen finden um 11.30, 14.30 und um 16.30 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Treffpunkt ist vor dem Eingang zum Museum Schloss Hellenstein.

In Schnaitheim öffnet das Jagdschlössle. Thematisch wird es zum einen um den ehemaligen Renaissancepark gehen, zum anderen um die Frage: Wohin mit der Notdurft? Schon in früherer Zeit war es nicht ganz einfach, die "stillen Örtchen" für die Bewohner des Jagdschlössle zu unterhalten. Die Ökumenischen Sozialstation zeigt sich mit Informationen zur Häuslichen Pflege und bietet auch Kaffee, Kuchen und Getränke an. Weiter bietet die Galerie im Schlössle eine Skulpturen-Ausstellung der Schnaitheimer Bildhauerin Veronika Bianchi und Johannes Moser mit ihren Kunstwerken, die dann noch bis zum 24. September geöffnet sein wird.

Mehrere Führungen zur Geschichte des Jagdschlössle finden um 10, 12, 14 und 16 Uhr oder nach Bedarf statt.