Der DGB-Kreisvorstand sagt die 1. Mai-Kundgebung in Heidenheim ab. Die lang anhaltend hohen Inzidenzzahlen der Corona-Infektionen in Heidenheim und damit die Sorge um die Gesundheit der Kollegen hat den DGB-Kreisverband zu dieser Entscheidung bewogen. Der 1. Mai, der Tag der Arbeit, ist ein besonderer Tag der Gewerkschaften, an dem es gilt, mit den gewerkschaftlichen Forderungen nach guter Arbeit sichtbar zu sein.

Diese Online-Veranstaltungen finden statt:

Ganz still wird es aber nicht. So weist der DGB-Kreisverband auf Online-Veranstaltungen des DGB am 1. Mai hin: Um 11 Uhr beginnt eine Rede des DGB-Landesvorsitzenden Martin Kunzmann aus Reutlingen. Der Livestream des DGB-Bezirk Baden-Württembergs ist unter https://youtu.be/g5WX8uSGAHQ oder https://fb.me/e/244Ux4iwC abrufbar. Mehr Infos zum 1. Mai des DGB-Bezirks gibt es unter https://bw.dgb.de/1-mai-2021

Auch der DBG-Bundesvorstand bietete ab 14 Uhr einen Livestream aus Berlin an. Zu finden ist er unter www.dgb.de/erstermai

Zur Einstimmung auf den 1. Mai: weist der DGB-Kreisverband auf den Podcast „Auf ein Getränk mit …“: mit Martin Kunzmann und Maike Schollenberger (ver.di Landesjugendsekretärin) hin, die es auf Facebook, Youtube und Spotify gibt.

Solidarität in Zeiten der Krise

„Solidarität ist Zukunft!“ lautet das Motto des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) zum 1. Mai 2021. „Solidarität ist kein Luxus, den wir uns in guten Momenten mal kurz leisten sollten. Sie ist das Mittel gegen Hetze und Spaltung, sie verhindert die Ausgrenzung von Menschen und sie nimmt Menschen die Angst, zurückgelassen zu werden“, heißt es im Maiaufruf des DGB. Solidarität helfe gegen die extreme Rechte und Verschwörungsideologen und sie ist das Fundament der Demokratie, teilt die DGB-Regionalsekretärin Kerstin Pätzold mit: „Niemand bewältigt diese Krise allein. Nur wenn wir gemeinsam solidarisch handeln, mit einem handlungsfähigen Sozialstaat, der den Menschen Sicherheit gibt, und mit guten Arbeitsbedingungen für alle, finden wir den Weg in eine gute Zukunft.“

Der DGB grenze sich bewusst ab von allen, die in der Corona-Krise die Spaltung vertiefen wollen. Er appelliert an die Wirtschaft, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, ebenso wie an Bundes- und Landesregierungen, die Kosten der Pandemie gerecht zu verteilen. „Nicht der Markt hat uns durch die Krise geholfen, sondern ein starker Sozialstaat“, so Pätzold. Vermögende und Superreiche müssten deutlich stärker an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligt werden. „Jetzt gilt es: Lasst uns nun wirklich gemeinsam und stärker aus dieser Krise herausgehen. Dafür braucht es eine gerechtere und sozialere Politik.“, sagt die DGB-Gewerkschaftssekretärin.