Die Corona-Krise ist auch an den Heidenheimer Hobby-Astronomen nicht spurlos vorbeigegangen. Das mag nicht so sehr aufgefallen sein, weil im Sommer ohnehin traditionell Pause bei den öffentlichen Fernrohr-Beobachtungen herrscht, aber auch die sommerlichen Sternwarten-Feste mussten dieses Jahr ausfallen. „Das schmerzt uns besonders, weil wir dieses Jahr bei so einem Festle offiziell nach unserem verstorbenen Vorsitzenden Willi Hüll benennen wollten, ohne den es diese Sternwarte nicht gäbe“, so der Vereinsvorsitzende Dr. Gerhart Raichle.

Nur ein Besucher darf in die Kuppel

Nicht nur die Sternwarten-Taufe muss warten, bis die Pandemie-Beschränkungen deutlich gelockert werden – auch Fernrohr-Beobachtungen in der Sternwarte sind bis auf Weiteres nur eingeschränkt möglich, weil in der Sternwarten-Kuppel die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. „Jeweils nur einen Besucher in die Kuppel lassen – das geht praktisch nur bei den sonntäglichen Sonnen-Beobachtungen, weil man da mit einer einzigen Teleskop-Einstellung die Besucher relativ schnell durchschleusen kann“, so Raichle. Das sei bei einer abendlichen Sternbeobachtung mit mehreren Objekten nicht möglich.

Dementsprechend finden vorläufig nur Sonnenbeobachtungen statt. Beginn ist am kommenden Sonntag Eine Schutzmaske ist verpflichtend. Desinfektions-Spray steht bereit. Mit etwas Glück können Besucher den Planeten Venus sehen, der zur Zeit am Tag-Himmel steht.