Heidenheim / Silja Kummer Die Heidenheimerin Stephanie Grath wurde am Donnerstag vor Beginn der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats im Rathaus mit der Rettungsmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Die Schwester von Stadtrat Ulrich Grath und dem Landtagsabgeordneten Martin Grath war am 1. Mai vergangenen Jahres in ein brennendes Haus gegangen, um einen 87-jährigen Bewohner zu retten. Sie führte den Mann durch das verqualmte Gebäude ins Freie. „Sie war bereit, die eigene Gesundheit und das eigene Leben hinten an zu stellen“, sagte Oberbürgermeister Bernhard Ilg, der Stephanie Grath die Auszeichnung überreichte.

Die Rettungsmedaille bekommt, wer unter besonders schwierigen, mit Gefahr für das eigene Leben verbundenen Umständen, Menschen aus Lebensgefahr gerettet hat. Dies sei bei Grath der Fall gewesen, als diese „ein brennendes und verqualmtes Haus betreten hat“, so Ilg. Der verängstigte Bewohner hatte sich nicht mehr getraut, selbst den Weg nach draußen zu gehen, berichtete der Oberbürgermeister. Obwohl er auf dem Weg sogar noch stürzte, gelang es der Retterin, ihm hinauszuhelfen. „Das war eine Tat der Nächstenliebe“, so Ilg.