Das Land Baden-Württemberg fördert über das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen in der Stadt Heidenheim die Innenstadt- und Rathaussanierung sowie die Erneuerung der Oststadt. 1,7 Millionen Euro Förderung fließen zur Optimierung des öffentlichen Raums in die Schaffung kurzer, barrierefreier Wege und in die Rathaussanierung. 800.000 Euro fließen in das ebenso laufende Erneuerungsgebiet in der Oststadt.

Förderung auch für private Eigentümer

Mit dem Geld werden nach Auskunft der Stadtverwaltung Straßen saniert und der öffentliche Raum, inklusive des Oststadtplatzes, neu gestaltet. Private Gebäudeeigentümer profitieren zudem von Fördermitteln für umfassende Modernisierungsmaßnahmen in den beiden Gebieten.

Oberbürgermeister Michael Salomo ist erfreut über die Förderung des Landes: „Das Geld fließt in Heidenheim in sinnvolle und wichtige Projekte, mit denen wir zentrale Stellen unserer Stadt umgestalten und fit für die Zukunft machen. Damit ist auch eine weitere Grundlage geschaffen für die Umsetzung der Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs.“

Welche Gemeinden Fördermittel erhalten:

Insgesamt 5,7 Millionen Euro fließen aus der Städtebauförderung 2022 in den Kreis Heidenheim. Neben Heidenheim erhalten Giegen, Herbrechtingen, Dischingen und Hermaringen Gelder. „Von den Vorhaben reden wir über gute und sinnvolle Erneuerungen, die allen Einwohnerinnen und Einwohnern dienen“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch. „Umso dankbarer bin ich, dass es den örtlichen Abgeordneten möglich war, in vielen Schreiben und persönlichen Kontakten auch die Landesregierung zu überzeugen. Zwei Stimmen sind auch hier mehr als eine.“

Ökologischer Gedanke spielt mit

Hinter der Städtebauförderung steck dem Landtagsabgeordnete Martin Grath zufolge auch ein ökologischer Gedanke der grün-geführten Landesregierung. „Für eine nachhaltige Baupolitik gilt für uns Grüne ‚Innenentwicklung vor Außenentwicklung‘. Das heißt: Wir wollen im Zentrum zuerst nicht-genutzte Flächen in Bauflächen umwidmen, um so wertvolle Grünflächen im Außenbereich zu schützen“, so Grath. Weitere Beispiele sind energetische Sanierungen von Altbauten und die Förderung von Grün- und Freiflächen für eine klimaresiliente Stadt.

Stärkung der Kommunen

Die Städtebauförderung sei zudem ein Ausdruck einer weiteren wichtigen politischen Zielsetzung: die Stärkung der Kommunen angesichts des demografischen Wandels. „Im ländlichen Raum sind Ortskerne die Herzkammern vieler Gemeinden. Indem wir Leerstände beseitigen, Wohnraum modernisieren und Flächen für Bauvorhaben zugänglich machen, knüpfen wir an ein zentrales Vorhaben an – die Entwicklung und Stärkung der Quartiere für ein gutes Zusammenleben in Städten und auf dem Land“, sagt Martin Grath.