Die Stadtwerke Heidenheim AG erhöht den Gaspreis zum 1. Januar 2021. Allerdings falle die Anpassung aufgrund günstiger Energiepreise bei der Stadtwerke AG moderat aus, teilt das Unternehmen mit. Hintergrund des Preisanstiegs ist der sogenannte CO2-Preis auf Benzin, Diesel, Heizöl und Gas, den die Bundesregierung zum 1. Januar 2021 einführt. Dieser soll dabei helfen, die Klimaziele zu erreichen und ist ebenfalls Teil des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung. Der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid wird dabei mit einem CO2-Preis in Höhe von 25 Euro pro Tonne belegt.

Durchschnittlicher Kunde zahlt 5,50 Euro mehr

Umgerechnet entspricht dies einem Aufschlag von netto 0,455 Cent pro Kilowattstunde auf den Gaspreis. Gleichzeitig bleiben 2021 die Netzentgelte vor Ort nahezu unverändert, sie sinken leicht um netto 0,013 Cent pro Kilowattstunde. Vor allem die vorausschauende Beschaffungsstrategie in Teilmengen mit zeitlichem Vorlauf wirke für die Kunden der Stadtwerke AG preisdämpfend, heißt es in einer Pressemitteilung. Dieser Anteil sinkt um netto 0,113 Cent pro Kilowattstunde.

Deshalb liegt die notwendige Gaspreisanpassung trotz neuem CO2-Preis bei vergleichsweise moderaten 0,33 Cent pro Kilowattstunde netto. Für einen durchschnittlichen Haushaltskunden mit einem Gasverbrauch von 20 000 Kilowattstunden pro Jahr beträgt die Gaspreisanpassung netto 5,50 Euro im Monat bzw. 5,6 Prozent.

Strompreise bleiben stabil

Die Strompreise bleiben bei den Heidenheimer Stadtwerken über den Jahreswechsel hinaus hingegen stabil. Der Strompreis setzt sich aus den drei Hauptpreisbestandteilen Energie, Transport und Staatslasten zusammen. Jährlich zum 1. Januar, verändern sich die einzelnen Preisbestandteile. Zum 1. Januar 2021 sinkt die Staatslast – Steuern, Abgaben und Umlagen – leicht um netto 0,173 Cent pro Kilowattstunde. Die Netzentgelte vor Ort verzeichnen im neuen Jahr hingegen einen kleinen Anstieg um netto 0,181 Cent pro Kilowattstunde. Somit heben sich die Preisentwicklungen gegenseitig auf.

Die Strom- und Gaspreise garantiere die Stadtwerke AG schon heute, vorbehaltlich sich ändernder Steuern, Abgaben, Umlagen sowie Netzentgelte bis 31. Dezember 2021, so das Unternehmen.

Umsatzsteuer wieder bei 19 Prozent

Die Bruttopreise für Strom und Gas sanken im Kalenderjahr 2020 gemäß dem Konjunkturpaket zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Pandemie aufgrund der temporären Umsatzsteuerreduzierung von 19 auf 16  Prozent. Ab 1. Januar 2021 gilt wieder der reguläre Umsatzsteuersatz von 19 Prozent.

Bundesweit kann die Stadtwerke AG auf die folgenden Kundenzahlen zurückblicken. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 waren es circa 26 500 Stromkunden im Versorgungsgebiet, etwa 22 300 Stromkunden in fremden Netzen und circa 14 200 Gaskunden im Versorgungsgebiet sowie etwa 2300 Gaskunden in fremden Netzen.