Noch sind die Energieversorger, darunter auch die Stadtwerke Heidenheim, an die vereinbarten Gaspreise gebunden. Doch die zweite Stufe des Gas-Notfallplans kann dazu führen, dass die Gasversorger diese Preisbindung kappen können. Das bedeutet: Verbrauchern würden trotz laufendem Vertrag höhere Preise drohen. Allerdings hat dazu die Bundesnetzagentur ein Wörtchen mitzureden. Und diese hält derzeit die Füße still, den Versorgern außervertragliche Preiserhöhungen bei Gas zu ermöglichen. Denn dazu müsste die Netzagentur eine "erhebliche Reduzierung der Gesamtgasimportmenge nach Deutschland" feststellen, was sie nicht getan hat.

Das ist die Einschätzung der Stadtwerke Heidenheim

Was heißt das für die Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Heidenheim? Die Antwort des Heidenheimer Versorgers ist zumindest für den aktuellen Zeitpunkt eindeutig: „Die erhebliche Reduzierung der Gesamtgasimportmengen nach Deutschland wurde bislang durch die Bundesnetzagentur nicht festgestellt, sodass die Voraussetzungen für den Preisanpassungsmechanismus nach dem EnSiG (Energiesicherungsgesetz) aktuell nicht erfüllt sind und dieser damit derzeit auch nicht zum Einsatz kommt“, teilt Stadtwerke-Pressesprecherin Viktoria Liske mit.

Dieser Preisanpassungsmechanismus hat laut Ansicht der Stadtwerke viele praktische Nachteile. Liske formuliert deshalb als Alternative: „Eine Umlage würde dagegen eine gleichmäßigere Mehrkosten-Verteilung ermöglichen.“ Die Bundesregierung hat eine Energie-Umlage mittlerweile beschlossen, die voraussichtlich ab Oktober gelten soll.

Langfristige Gasverträge: Macht das jetzt Sinn?

Macht es derzeit angesichts der Preissteigerungen und -schwankungen überhaupt Sinn, einen längerfristig laufenden Vertrag abzuschließen.

Pauschal lässt sich das laut Viktoria Liske nicht beantworten, sie verweist auf individuelle Beratungen. „Eine Einschätzung zur jeweiligen Beschaffung von Gasmengen ist unter anderem vom jeweiligen Kundenbedarf und dem gewünschten Lieferzeitraum abhängig.“