Heidenheim / Andreas Uitz Der HSB-Vorsitzende hat seine Amtszeit nach 14 Jahren aus persönlichen Gründen vorzeitig beendet.

14 Jahre lang stand Volker Wiedenmann an der Spitze des größten Sportvereins der Stadt. Jetzt hat er seine Amtszeit als Vorstandsvorsitzender des Heidenheimer Sportbundes (HSB) vorzeitig beendet. Dazu, so erklärt Wiedenmann gegenüber unserer Zeitung, hätten ihn Veränderungen in seinem persönlichen Umfeld gezwungen. Diese Information ging in Absprache mit dem HSB-Vorstand auch an die Abteilungsleiter des Vereins.

2018 wiedergewählt

Erst im vergangenen Jahr war Wiedenmann bei der Hauptversammlung für zwei Jahre wiedergewählt worden. Schon damals habe er gewusst, dass das seine letzte Amtszeit als Vorsitzender sein würde und er bei der Wahl 2020 nicht mehr zur Verfügung stehe, so Wiedenmann.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden des HSB wurde der Heidenheimer Rechtsanwalt im Jahr 2003 gewählt, 2004 übernahm er den Vorsitz. In Wiedenmanns Ära wurden zahlreiche richtungweisende Entscheidungen für den Verein gefällt. So fällt in diese Zeit die Ausgliederung der Fußballabteilung und die Gründung des FCH. Außerdem wurde das Baseballzentrum errichtet, der Hockeyplatz gebaut und der Rauhbuch-Sportplatz saniert. Darüber hinaus sind der Sparkassen-Sportpark und das Voith-Sportzentrum entstanden. Der Neubau der Geschäftsstelle war ein weiterer bedeutender Baustein für den Verein.

Vorstand handelte gemeinsam

Lange Jahre machte sich Volker Wiedenmann auch für die Einsetzung eines hauptamtlichen Geschäftsführers stark, weil er die Ansicht vertrat, dass ein Verein mit 4300 Mitgliedern und 26 Abteilungen nicht ehrenamtlich geführt werden kann. Der wurde mit Edgar Klaiber gefunden, der seit 2018 die Geschäfte des HSB führt. Wiedenmann ist es wichtig, dass der jeweilige Vorstand, in seiner unterschiedlichen Zusammensetzung, diese Projekte gemeinsam umgesetzt und jeder seinen Teil beigetragen hat.

Aufgrund der Amtsniederlegung Wiedenmanns müssen keine Neuwahlen stattfinden. Denn durch die Neugestaltung der Vertretungsregelungen durch den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und den Geschäftsführer sind weiterhin zwei Vorstände voll vertretungsberechtigt. Deshalb wird erst bei der Hauptversammlung 2020 die Wahl eines neuen Vorsitzenden nötig sein.