Heidenheim / Karin Fuchs Die SPD schreibt dem Oberbürgermeister eine große Liste, wie die Innenstadt verschönert werden könnte. Die Ideen stammen aus einer Bürgerwerkstatt.

Mitte März hatte der SPD-Ortsverein Heidenheim zu einer „Bürgerwerkstatt Innenstadtentwicklung“ geladen. 41 Heidenheimer waren gekommen und haben einen Nachmittag lang darüber nachgedacht, was ihnen an Heidenheim gefällt, was nicht und was sie sich für eine schönere und attraktivere Innenstadt wünschen würden.

SPD-Fraktionsvorsitzender Rudi Neidlein hat die Ideensammlung niedergeschrieben. Es wurde eine lange Liste mit weit mehr als 100 Stichpunkten. Diese hat er im Namen der Fraktion an Oberbürgermeister Bernhard Ilg weitergegeben mit der Bitte, die Ergebnisse zu werten und in die Innenstadtentwicklung mit aufzunehmen. Auch der Heidenheimer Dienstleistungs- und Handelsverein HDH hat eine Kopie des sieben Seiten langen Schreibens erhalten. Denn dass auch den Händlern eine attraktive Innenstadt am Herzen liegt, das hatten Vertreter des HDH-Vorstands schon bei der Bürgerwerkstatt versichert.

Eine belebte Innenstadt: das war auch den Teilnehmern einhellig wichtig. Dazu beitragen würden ihrer Meinung nach verlässliche und längere Öffnungszeiten. Die Arbeitsgruppen seien durchgängig der Auffassung gewesen, so Neidlein, dass die Kneipenkultur in Heidenheim dringend aufgefrischt werden müsse, sonst drohe abends eine Abwanderung nach Aalen oder Ulm.

Eislaufen und Beachvolleyball

Die Gestaltung der Fußgängerzone war ebenso ein wichtiges Thema. Gewünscht wurden mehr Sitzflächen sowie auch ein Stadtbach. Wasser, so die Meinung, sei ein bewährter Anziehungsmagnet in vielen Städten. Nach Abriss des Meeboldhauses könnte an dieser Stelle eine Fläche für eine Eislaufbahn im Winter und einen Boule- oder Beachvolleyballplatz im Sommer entstehen.

Was könnte die Stadt gegen die vielen Leerstände in bester Lage tun? Eine Idee war, bei Neuansiedlern und Gründern für eine gewissen Zeit auf die Gewerbesteuer zu verzichten. Gleichzeitig könnte auch eine Leerstandssteuer erhoben werden. Ideen gab es auch für den Wochenmarkt, der auch nachmittags oder gar in der südlichen Hauptstraße stattfinden könnte.

Aufgelistet ist auch, was den Teilnehmern derzeit an Heidenheim nicht gefällt: Dazu zählt unter anderem der Durchgangsverkehr, die Nebau-Architektur und auch die Gestaltung des Eugen-Jaekle-Platzes. Als besonders gelungen werden der kleine Schlossplatz, die renaturierte Brenz und auch die Märkte und Events angesehen.

INFO Das vollständige Schreiben gibt es zum Nachlesen auf www.spd-ov-heidenheim.de