Heidenheim / hz Im Stadtzentrum ist Feuerwerk an Silvester und am Neujahrstag verboten. Landrat Polta und Oberbürgermeister Ilg rufen obendrein zum freiwilligen Verzicht von Feuerwerk auf.

Im Stadtzentrum von Heidenheim und rund um das Schloss Hellenstein ist Feuerwerk an Silvester und am Neujahrstag verboten. Darauf weist die Stadt Heidenheim hin. Das Verbot gilt für folgende Straßen: An der Stadtmauer, in der Hinteren Gasse und in der Hauptstraße. Denn dort stehen die Häuser dicht an dicht, so die Begründung der Stadtverwaltung.

Es gebe viele Simse, Balkone und Dachterrassen, meistens aus Holz gebaut. „Wenn sich dort eine Rakete verirrt, kann es brennen“, heißt es vonseiten der Stadt. Diese Gefahr besteht erst recht auf Schloss Hellenstein. Aus diesem Grund wird das Schloss über Silvester komplett gesperrt.

Verzicht auf Feuerwerk für die Umwelt

Oberbürgermeister Bernhard Ilg und Landrat Peter Polta rufen zum freiwilligen Verzicht auf Feuerwerk an Silvester auf. „Wer Feuerwerk unbedingt einsetzen will, der sollte dies mit Bedacht tun. Wer sich einschränkt, leistet einen aktiven Beitrag für den Schutz unserer Umwelt“, so OB Ilg. Landrat Polta fügt hinzu: „Zum Schutz der Tiere, die stets mit Panik auf den Lärm reagieren, ist ein Verzicht auf Feuerwerk eine wirklich gute Tat.“

Um den Aufruf zu untermauern, schickt die Stadt noch eine grundsätzliche Information nach: In Deutschland würden rund 130 Millionen Euro jährlich einfach in die Luft geschossen. Dabei würden rund 4500 Tonnen Feinstaub freigesetzt, das seien 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge. Nachhaltig sei das sicherlich nicht.

Weiter weist die Stadt darauf hin, dass Böller und Raketen das ganze Jahr über gesetzlich verboten seien. Nur für Silvester und an Neujahr mache das Gesetz da eine Ausnahme. An diesen beiden Tagen darf man auch ohne amtliche Prüfung Kleinfeuerwerk der Klasse II anzünden. Aber nicht überall. In der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen und Fachwerkhäusern dürfe kein Feuerwerk abgebrannt werden.

Die Polizei rät für die Anwendung von Feuerwerkskörpern:

  • Das Abbrennen ist grundsätzlich nur an Silvester und Neujahr erlaubt. Weitere Einschränkungen zu den Tageszeiten und den Örtlichkeiten erfragen Sie bei Ihrer Kommunalverwaltung.
  • Silvesterfeuerwerk nur in regulären Geschäften kaufen, um zugelassenes und damit sicheres Feuerwerk zu erhalten.
  • Zugelassene Böller sind bei ordnungsgemäßem Gebrauch weitgehend sicher, deshalb: Gebrauchsanleitung aufmerksam lesen und auch einhalten.
  • Nur Feuerwerkskörper verwenden, die keine Mängel aufweisen. Fehlgezündete Feuerwerkskörper nicht wieder anzünden, sondern entsorgen.
  • Feuerwerkskörper nur auf ebenen und freien Flächen abbrennen.
  • Immer einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu Personen und Gebäuden einhalten.
  • Sind an Feuerwerkskörpern Hilfsmittel zum sicheren Stand (z.B. Klappfüße) vorhanden, diese unbedingt nutzen.
  • Zum Abschuss von Raketen geeignete "Rampen" (z.B. schwere Flaschen) verwenden.
  • Äste, Balkone oder andere Hindernisse dürfen nicht in der Flugbahn der Feuerwerkskörper sein.
  • Das Abbrennen von Feuerwerk in geschlossenen Räumen ist gefährlich und deshalb verboten.
  • Funktioniert das Feuerwerk nicht, mindestens 15 Minuten warten und sich in dieser Zeit nicht nähern. Danach kann das Feuerwerk zum Beispiel in einen mit Wasser gefüllten Eimer gelegt und anschließend im Hausmüll entsorgt werden.