Viele Schüler der Silcherschule haben dieses Jahr an der Aufführung eines Musicals mitgewirkt. „Als die Tiere die Schimpfwörter leid waren“ hieß das Stück von Mechthild Schoenebeck. Noch während die Proben für die Aufführung in der Turn- und Festhalle auf Hochtouren liefen, wurden die Viertklässler, die jungen Schauspieler, interviewt. Denn: Die Viertklässler haben sich dieses Schuljahr im Rahmen des HZ-Projekts „Wir lesen junior“ schon intensiv mit der Zeitung beschäftigt. Deutschlehrerin Helga Schuster, die gemeinsam mit Kristin Geisler von der Heidenheimer Musikschule die Singklasse und die Musical-AG leitet, hat die Kinder daher gefragt, wie sie ihre Arbeit in der AG, die in Kooperation mit der Musikschule Heidenheim stattfindet, einschätzen und wie es ihnen mit ihren unterschiedlichen Rollen erging.

Helga Schuster: Du hast am Casting mit über 50 Kindern teilgenommen und hast eine Rolle bekommen. Was ist an deiner Rolle besonders?

Lara (Schwein): Ich finde meine Rolle gut, da ich als Schwein die Zuschauer zum Lachen bringen kann.

Majra (Papagei): Ich bin eigentlich ein ruhiges Mädchen und darf nun einen verrückten Papagei spielen, der immer schnattert.

Luan (Kind): Meine Rolle als Kind, das Schuhplattler tanzt und dazu singt, ist gut und fordert mich. Und wenn ich es gut mache, kriege ich Applaus.

Justus (Schlange): Meine Rolle ist gut, weil die Sprache anders ist. Alle „S“ werden besonders betont und schnell wiederholt, eben eine Schlangensprache. Das gefällt mir gut.

Helga Schuster: Was ist dir wichtig beim Spiel?

Alisha (Kind): Für mich ist es wichtig, die Rolle richtig zu spielen, mit Gesang und Tanz.

Lara (Schwein): Die Arbeit muss sich lohnen, Menschen sollen lachen, das ist bei meiner Rolle am wichtigsten.

Amelie (Kind): Es ist mir wichtig, dass ich mich auf die Rolle konzentriere und mich immer besser in die Rolle einfinde – ohne Versprecher.

Finn (Ratte): Für mich ist das Verstehen mit den Partnern sehr wichtig.

Helga Schuster: Vervollständige den Satz: Wenn ich mir eine Rolle aussuchen könnte, würde ich . . .

Marie (Kind): einen Verbrecher spielen, um etwas Neues auszuprobieren.

Denis (Esel): wieder den Esel spielen, weil es eine verrückte Rolle ist.

Anastasia (Hahn): Ich spiele gerne aufgedrehte und temperamentvolle Rollen.

Majra (Papagei): Ich liebe es, eine edle Prinzessin zu sein, eine alte Zauberin oder eine gemeine Schülerin.

Anna (Eule): Ich würde wieder die Eule Eulalia oder Zilli, die Ziege spielen, wegen den wuscheligen Kostümen und dem schönen Aussehen.

Helga Schuster: Was war aufregend und was war anstrengend?

Tugba (Ziege): Anstrengend war es, das „Mähh“ nicht zu vergessen.

Anastasia (Hahn): Am aufregendsten sind immer die Generalproben. Anstrengend finde ich die Unterbrechungen und Verbesserungen, die aber hilfreich für alle sind.

Jule (Hase): Anstrengend finde ich, ist es immer aufzupassen, um den Text beim Lispeln nicht zu vergessen.

Helga Schuster: Was war das schönste Erlebnis in der Musical-AG?

Tugba (Ziege): Mtoto Boga, das afrikanische Musical des letzten Jahres.

Victoria und Zoe (Kinder): Das Schönste für mich war, hier mitmachen zu dürfen, da ich noch nie beim Musical dabei war.

Niklas (Kind): Das Schönste war, als wir uns mit den Tieren wieder versöhnt haben.

Anna (Eule): Für mich war es schön, dass ich die Eule spielen durfte, eine sehr ernste Rolle. Am liebsten hätte ich an verschiedenen Stellen einfach losgelacht.

Johanna (Schaf): Für mich war es am schönsten, als ich den Text richtig beherrschte, und mich nur auf das Spielen konzentrieren konnte.

Lara (Schwein): Am schönsten ist, dass ich auf der Bühne zeigen kann, was ich gelernt habe. Singen und Spielen sollten nie aufhören.

Helga Schuster: Was lernst du aus dem Stück?

Anastasia (Hahn): Zuerst denken, dann sprechen.

Yusha (Kind): Ich habe gelernt, dass wir miteinander gut umgehen sollen, egal ob Mensch oder Tier.

Aylin (Hahn): Man darf sich nicht beschimpfen. Es ist sehr wichtig für mich, dass ich mit allen gut auskomme.

Anna (Eule): Auch Tiere haben ein Leben, das respektiert werden muss. Man sollte ihre Namen nicht als Schimpfwörter benutzen.