Heidenheim / hz Die CDU Heidenheim fordert, dass der Rechtschreibunterricht gestärkt wird.

Die CDU Heidenheim zeigt sich irritiert über die Aussage von Ministerpräsident Kretschmann, wonach das Erlernen der Rechtschreibung in der Schule an Bedeutung verliere. „Die Bestrebungen der Landesregierung, Schülern Kompetenzen für das digitale Zeitalter zu vermitteln, sind richtig. Sie dürfen aber nicht zulasten der Rechtschreibung gehen“, so der CDU-Kreisvorsitzende Magnus Welsch.

Viele Pädagogen beobachteten schon seit Jahren laxere Kenntnisse vieler Schüler in diesem Bereich. Diese Entwicklung dürfe nicht noch befördert werden. „Deshalb ist es gut, dass Kultusministerin Eisenmann den Modellversuch ‚Schreiben nach Gehör‘ beendet hat und den Rechtschreibunterricht stärkt“ so der Vorsitzende des CDU-Arbeitskreises Bildung, Andreas Beyrle.

Respekt vor dem Kulturgut Sprache

Auch in Zeiten von elektronischen Korrekturprogrammen seien belastbare Rechtschreibkenntnisse im Alltag wichtig und nützlich: „Es käme ja auch keiner auf die Idee, Schüler müssten nicht mehr das kleine Einmaleins beherrschen, nur weil es Taschenrechner gibt“, so Welsch. Zudem müsse der Respekt vor dem Kulturgut Sprache gestärkt werden. Es sei wenig glaubhaft, wenn man die Sprache einerseits ständig als Schlüssel zur Integration bezeichne, andererseits aber immer nachlässiger mit ihr umgehe. sga