In einem Brief an die Schulen in Baden-Württemberg schreibt Kusltusministerin Dr. Susanne Eisenmann am Donnerstag: „Der Ministerpräsident hat (...) heute entschieden, dass die gegenwärtig geltenden Schulschließungen bis Ende des Monats fortbestehen. Neue Entscheidungen sollen erst nach Beratung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 25. Januar getroffen werden.“

Die aktuellen Maßnahmen bleiben demnach in Kraft. Das bedeute, dass auch weiterhin eine Notbetreuung wie bisher angeboten werde und auch der Fernunterricht fortgeführt werde, so heißt es auf der Internetseite des Kultusministeriums.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann begründet verlängerte Schulschließung

Youtube

Kretschmann begründet die andauernde Schulschließung mit der Infekationslage und betont, man habe sich die Entscheidung nicht einfach gemacht. Kretschmann verwies in seinem Statement am Vormittag zudem darauf, dass es im Bund bisher keine Pläne für Schulöffnungen gebe, man aber darauf hinarbeite, dass die nächste Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel terminlich vorgezogen werde.

Was nun für Abschlussklassen gilt:

Für Abschlussklassen gelte weiterhin, dass mit Rücksicht auf die besondere Situation der Schüler, die vor ihren Abschlussprüfungen stehen, ergänzend zum Fernunterricht auch Präsenzunterricht angeboten werden kann, sofern dies zwingend zur Prüfungsvorbereitung erforderlich sei.

Eisenmann wollte Öffnung

Das Kultusministerium hatte vor Verkündung der Verlängerung des Schul-Lockdowns vorgeschlagen, ab dem kommenden Montag Kindertageseinrichtungen und die Klassen 1 und 2 der Grundschule für die Kinder unter strengen Hygieneanforderungen zu öffnen.

„Ich habe großen Respekt davor, was Eltern in der aktuellen Situation leisten. Es ist mir als Bildungsministerin ein persönliches Anliegen, Perspektiven zu bieten, damit Familien gerade mit kleinen Kindern nicht zu Verlierern der Pandemie werden. Ich werde deshalb auch weiterhin für ein differenziertes Vorgehen nach dem Alter der Kinder werben“, sagt Eisenmann.

Das Kultusministerium begrüßt daher das Versprechen des Ministerpräsidenten, bei den Beratungen von Bund und Ländern dafür einzutreten, Anfang Februar die Öffnung der Grundschulen und Kindertageseinrichtungen anzustreben und sich ebenfalls dafür einzusetzen, sich im Kreis der Ministerpräsidenten mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Schulstart in Giengen im Lockdown Wo es hakte und was gut lief

Giengen