Das Land Baden-Württemberg hat die Corona-Verordnung hinsichtlich der Regeln für Schulen angepasst. Das oberste Ziel sei es weiterhin, die Gesundheit von Schülern, Lehrern und Mitarbeitern an Schulen zu schützen und außerdem Einschränkungen im Unterrichtsbetrieb zu vermeiden.

Welche neuen Regeln gelten nach den Sommerferien in Baden-Württemberg?

Zu den neuen Regelungen gehört unter anderem, dass die inzidenzabhängigen Vorgaben, an denen sich bisherige Einschränkungen im Unterrichtsbetrieb orientiert haben, künftig entfallen. Das bedeutet: Die bisherige Regel entfällt, die besagt, dass ab der Überschreitung eines gewissen Inzidenz-Werts Wechsel- oder sogar Fernunterricht stattfinden muss. Auch wenn die Inzidenz weiterhin steigt, soll dieser Wert für den Präsenzunterricht künftig nicht mehr ausschlaggebend sein.

Zudem ist auch der Sportunterricht an Schulen unabhängig von der Corona-Inzidenz erlaubt – jedoch kann es zu Einschränkungen kommen, wenn in einer Klasse ein Corona-Fall auftritt.

Masken- und Testpflicht für Schüler

Die Testpflicht an den Schulen will das baden-württembergische Kultusministerium beibehalten. Auch die Maskenpflicht gilt weiterhin – und zwar unabhängig von der Inzidenz, so die Landesregierung. Im Sportunterricht, beim Singen, beim Essen und Trinken sowie in den Pausenzeiten im Freien muss die Maske nicht getragen werden.

Sontheim/Brenz

Räume müssen alle 20 Minuten gelüftet werden, auch wenn Luftfilter eingesetzt werden.

Was, wenn ein Schüler sich mit Corona infiziert?

Auch hier wurden die Regeln angepasst: Wird ein Schüler positiv auf Corona getestet, müssen die engen Kontaktpersonen nicht automatisch in Quarantäne. Statt einer Absonderungspflicht greift dann die Testpflicht – mindestens mit einem Schnelltest. Sollte in einer Klasse ein Corona-Fall auftreten, müssen sich die Schülerinnen und Schüler an fünf Schultagen in Folge täglich testen lassen.