Bei einem feierlichen Investiturgottesdienst in der Heidenheimer Pauluskirche wurde Dr. Harry Jungbauer von Prälatin Gabriele Wulz in das erweiterte Amt als Schuldekan für die Kirchenbezirke Aalen und Schwäbisch Gmünd sowie neuerdings auch Heidenheim eingesetzt. Die Ulmer Regionalbischöfin erwähnte, dass der neue Zuschnitt mit gleich drei Kirchenbezirken eine gewaltige Kooperationsaufgabe darstelle, für die Jungbauer gleichwohl viel mitbringe, denn er wohne in Heidenheim, habe sein Schuldekansbüro in Schwäbisch Gmünd und sei in Aalen ohnehin „fest im Sattel.“ Der hochgebildete promovierte Theologe sei bestens vernetzt und als „absolut gewissenhafter Schaffer“ bekannt, so die Prälatin Wulz.

Nach der Verpflichtung und Einsetzung ins Amt sprachen die Schwäbisch Gmünder Dekanin Ursula Richter und Pfarrer Nicolai Gießler in Vertretung von Dekan Drescher aus Aalen die Zeugenworte. Im Anschluss an das Wort „Er zog seine Straße fröhlich“ aus der Apostelgeschichte, meinte Gießler, Dr. Jungbauer sei gut gerüstet für das Unterwegssein zwischen den drei Kirchenbezirken. So fahre er doch gerne Auto, wovon das Baujahr und der Kilometerstand seines Fahrzeugs erzählen. Jungbauer sei jemand, der in „schwierigen Situationen mit einer gewissen Fröhlichkeit und einer Eselsgeduld“ gute Lösungen anstrebe und finde.

Der so Gewürdigte selbst sprach in seiner Predigt allen Wegbereitern seinen Dank aus und nannte neben seinen Eltern und dem Doktorvater den im letzten Jahr verstorbenen Vorgänger im Amt, Schuldekan Johannes Geiger. Besonders ihm verdanke er viel.

Jungbauer zeigte sich sehr zuversichtlich bezüglich des Religionsunterrichts im neuen Schuljahr, auch angesichts der aktuellen Herausforderungen.

Zwei Haltungen sind seiner Meinung nach wichtig, zum einen das persönliche Engagement der Lehrkräfte in der Nachfolge Christi und zum anderen die Erwartung des künftigen Lebens bei Gott, denn die Verbesserung der sichtbaren Welt könne für einen Christenmenschen nicht alles sein. Christen seien nicht nur Bürger dieser Welt, wo es um Themen wie Klimaschutz und Geflüchtete gehe, sondern eben auch Bürger des Himmels.

Kirchenrätin Carmen Rivuzumwami betonte in ihrem Wort für die Kirchenleitung, dass evangelische Bildungsarbeit weit in die Gesellschaft hinausstrahle. Kirche komme eine wichtige Rolle zu, wo es um Geschlechtergerechtigkeit und Bildungsgerechtigkeit für alle Jugendlichen gehe, damit sie angstfrei und demokratiefähig aufwachsen. Der neue Schuldekan habe sich ja schon während der vergangenen acht Jahre für Aalen und Schwäbisch Gmünd und in den letzten eineinhalb Jahren in der Vertretung für den im vergangenen Jahr verstorbenen Kollegen Schuldekan Geiger bewährt. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Dekanen der drei Kirchenbezirke sei also weiterhin zu erwarten.

In den Grußworten wurde dem Investierten hohe Wertschätzung entgegengebracht. Landrat Peter Polta sprach für den Landkreis Heidenheim, dem schloss sich Oberbürgermeister Bernhard Ilg für die Stadt Heidenheim an. Es folgten Worte des Leitenden Schuldamtsdirektors Jörg Hofrichter aus Göppingen und des katholischen Schuldekans Helmut Bertling.

Alle blicken bereits auf gelungene Zusammenarbeit mit Jungbauer zurück und freuten sich, dass diese nun in erweiterter Form weitergehe. Festliche Musik Dörte Maria Packeiser an der Orgel sowie den zwei Trompetern Pfarrer Rolf Bareis und Pfarrer Nicolai Gießler erklangen von der Empore. Ein kleiner Empfang unter freiem Himmel vor der Pauluskirche im Abendlicht schloss sich an. hru