Heidenheim / HZ Als Sabine Weber-Beard 1991 mit Freunden auf Weltreise ging, wusste die Heidenheimerin noch nicht, dass sie mehr als ein Vierteljahrhundert später immer noch in Neuseeland leben würde.

Kia ora koutou katoa

Ko Schlossberg te manga

Ko Brenz te awa

Nō Heidenheim an der Brenz ahau

Ko Weber-Beard tōku whānau

Ko Sabine tōku ingoa

Vor 25 Jahren war das letzte weiße Weihnachten für mich. Und vermisse ich es? Nein überhaupt nicht. Aber ich vermisse die Familie. Weihnachten ist eine Zeit zum Nachdenken und Verweilen mit den Lieben. Es ist egal, ob es sich an einem Strand mit Grill befindet oder vor einem warmen Feuer und einer Gans im Ofen.

Wie kam ich hierher? 1991 ging ich mit einigen Freunden auf Weltreise, bevor ich nach meinem Abschluss ein Psychologiestudium begann und einige Jahre in der Kindererziehung arbeitete. Wir haben ein Pauschalangebot erhalten, das Flüge nach und von sowie Inlandsflüge nach Amerika, Australien und Neuseeland beinhaltete. Komisch war, dass niemand wirklich viel über Neuseeland wusste, aber wir wollten ein Abenteuer erleben. Und was für ein Abenteuer es war. Mein Mann John und ich hatten dieses Jahr unseren 25. Hochzeitstag.

Seit kurzem die neuseeländische Staatsbürgerschaft

Ich bin jetzt auch ein Kiwi. Vor einigen Jahren habe ich meinen deutschen Pass gegen einen neuseeländischen getauscht. Das macht das Reisen einfacher. Und ich weiß, dass ich nicht mehr in Deutschland leben werde. Aber ich habe nicht vergessen, woher ich gekommen bin.

Vor zwei Jahren haben wir unsere große Lifestyle-Farm in den Kaeo-Wopwops verkauft und ihre Größe (180x40 Quadratmeter) reduziert und leben jetzt in einem sogenannten “Pixie"-Haus. In einigen Gewächshäusern gibt es einen großen Garten, in dem Gemüse angebaut werden kann, sowie ein Sleep-out für Besucher. Einige Hühner, Hund und Katze haben viel Platz zum Spielen.

Ich arbeite immer noch für unsere lokalen Bibliotheken und hatte ein großartiges Jahr. Ich bin immens stolz, dass ich die Auszeichnung der öffentlichen Bibliotheken Neuseelands von 2018 in Anerkennung der hervorragenden Bibliothek für die Region HIKUWAI erhalten habe. Ich bin auch Mitglied der LIANZA (Library and Information Association of New Zealand Aotearoa), das sich erfolgreich dafür beworben hat, den nächsten World Library and Information Congress 2020 in Auckland zu veranstalten.

Trends bei den Bibliotheksdienstleistungen

Nachdem ich ein großes Finanzierungsformular für IFLA und die Unterstützung meiner Arbeitgeber erhalten hatte, konnte ich auch den diesjährigen Kongress in Kuala Lumpur besuchen. Dies war eine großartige Gelegenheit, um sich mit Fachleuten aus der ganzen Welt zu vernetzen und die neuen Trends bei Bibliotheksdienstleistungen zu sehen.

Ich habe sogar ein paar deutsche Bibliothekare getroffen, die mich für nächstes Jahr zu einer Konferenz in Leipzig eingeladen haben.

Und um das Ganze abzurunden, wurde ich kürzlich von zwei australischen Bibliothekaren für ihre Podcast-Serie online interviewt. Den Podcast findet man unter https://turbittnduck.com/e23/

John und ich sind vor einigen Tagen von unserem siebenwöchigen Trip in den wunderschönen Norden Thailands zurückgekehrt und natürlich halt das Urlaubsgefühl noch sehr an.

Inzwischen ist auch der Sommer endlich in Neuseeland angekommen und die Bienen sind sehr emsig, die Pflanzen wachsen auch. Somit könnte es frische Kartoffeln und Tomaten zum Weihnachtsessen geben.

Nga mihi o te kirihimete me te tau hou.