Im vergangenen Jahr erhob ein früherer Mitarbeiter des österreichischen Konzerns Andritz schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber: Um an Aufträge in Venezuela zu kommen, habe dieser Schmiergelder über dubiose Berater bezahlt. Im Konsortium mit Andritz war damals die Heidenheimer Firma Voith tätig.

Geheimsache Korruption

Ein Sprecher der Firma distanzierte sich auf Nachfrage der Heidenheimer Zeitung von solchen Praktiken: Man habe keinerlei Kenntnisse über derartige Vorgehensweisen und diese wären auch mit dem Verrhaltenskodex von Voith unvereinbar. Eingang gefunden hat diese Recherche jetzt in ein Buch, das Frederik Richter bei „Correctiv“ veröffentlicht hat: „Geheimsache Korruption - wie die deutsche Schmiergeldindustrie weltweit die Demokratie verrät“ ist der Titel.

Der Berliner Journalist berichtet detailliert von den Schmiergeld-Skandalen bei Ferrostaal und Siemens, ist auf der Spur von Bestechung durch deutsche Firmen in Russland, Griechenland und Brasilien und geht der Frage nach, wie die deutsche Demokratie beschädigt wird, wenn Firmen im Ausland ungesetzlich handeln. Das Buch ist erschienen im Verlag des Recherchezentrums Correctiv und über den Buchhandel erhältlich.

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