Weltweit gehen junge Leute am Freitag, 20. September, wieder für das Klima auf die Straße. Alleine in Deutschland beteiligen sich Schüler in über 500 Städten an den Protesten der Bewegung „Fridays for Future“. Die Demonstranten setzen sich für einen wirksamen Klimaschutz ein und fordern die Politik auf, vor einer drohenden Katastrophe zu handeln.

Auch in Heidenheim finden Proteste statt. Um 11 Uhr treffen sich Schüler und diesmal auch Angehörige von Heidenheimer Firmen sowie einige Lehrer mit ihren Klassen am Bahnhof. Von dort startet ein Demonstrationszug in Richtung Voith-Trainingscenter, wo eine erste Kundgebung stattfindet. Danach geht es weiter auf den Rathausplatz. Dort beteiligen sich Schüler, Politiker und Gewerkschafter an einer weiteren Kundgebung.

Attac-Vertreter, Politiker und Abgeordnete am Mikrofon

Reden halten werden nicht nur Schüler, sondern auch die Grünen-Bundestagsabgeordnete Margit Stumpp, Petra Feichtenberger von den Jusos, Maja Reusch von der IG-Metall und ein Sprecher von dem Netzwerk Attac.

Mitorganisatorin Anna Prasser kann bisher noch nicht einschätzen, wie viele Menschen sich beteiligen werden. „Es könnten 200, aber auch 800 Leute kommen. Schulen haben sich uns angeschlossen und machen Exkursionen zur Kundgebung“, sagt die 23-Jährige. (Einen Podcast mit Anna Prasser zum Thema Fridays for Future in HDH hören Sie hier)

Es sollen also nicht nur Schüler, sondern auch ihre Lehrer kommen. Außerdem unterstütze die Biothek die Proteste, einige Mitarbeiter von Voith werden den Zug begleiten und der Talhof schließe für die Zeit der Demonstration.

Auch der Gewerkschaftsbund (DGB) wirbt für die Demonstration als „Klimaaktionstag“ und nennt die Ziele „Klimaschutz, sichere Arbeitsplätze und soziale Gerechtigkeit“. „Die Erderwärmung bringt nicht nur erhebliche Risiken für den gesellschaftlichen Wohlstand, sondern bedroht auch die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die DGB fordert den Ausbau des ÖPNV, sozialverträgliche Gebäudesanierungen, den Ausbau der Stromnetze und ein Mobilitätskonzept.

Youtube

Anlass für die weltweiten Proteste ist die UN-Klimakonferenz in New York. Dort sollen grundlegende Beschlüsse zum Klimaschutz für die nächsten Jahre festgelegt werden.