Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heidenheim und die University of Haifa erforschen gemeinsam, wie die Soziale Arbeit von der Coronakrise beeinflusst wurde. 17 Studierende der beiden Universitäten werden zusammen unter der Leitung von Professorin Dikla Segel-Karpas, Ph.D., Faculty of Social Welfare & Health Sciences, University of Haifa, und Prof. Dr. Roman Grinblat, LL.M, Professor in der Studienrichtung Sozialmanagement, DHBW Heidenheim, an verschiedenen Fragestellungen arbeiten.

Wie kann künstliche Intelligenz helfen?

„Die Studierenden werden wissenschaftliche und zugleich praxisrelevante Themen erforschen. Dabei steht im Vordergrund, wie sich die Pandemie auf die Soziale Arbeit auswirkt“, beschreibt Prof. Dr. Roman Grinblat das Ziel des Projekts. Unter anderem wird analysiert, wie sich die Soziale Arbeit während Corona mit älteren Menschen, aber auch mit Jugendlichen verändert hat. Wie Digitalisierung Abhilfe schaffen und wie beispielsweise künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen kann, sind weitere Themen. Außerdem wird evaluiert, welche Rolle nachhaltige Finanzierung und private Investoren in der Sozialwirtschaft spielen. Das Projekt wird vom Generalkonsulat des Staates Israel und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg unterstützt.

Digitalisierung: Israel fortschrittlicher

„Soziale Arbeit ist immer systemrelevant, aber vor allem in außergewöhnlichen Zeiten wie der Corona-Pandemie“, sagt Grinblat. Die ergriffenen Maßnahmen wie Kontaktsperren und Kurzarbeit stellten die Sozialwirtschaft vor neuen Herausforderungen, und systemische Schwächen wurden sichtbar. Zudem sei eine Erkenntnis der Corona-Krise gewesen, dass es bei der Digitalisierung in der Sozialen Arbeit noch großen Nachholbedarf gibt. „Aufgrund der sozialen und wirtschaftlichen Lage sowie der fortschrittlichen Digitalisierung Israels ist die University of Haifa ein optimaler Partner“, sagt der Professor der Studienrichtung Sozialmanagement.

Besuch in Israel geplant

Die Aufgaben werden nun gemeinsam von den deutsch-israelischen Studierendenteams virtuell bearbeitet. Im Juli ist eine Studienreise nach Israel geplant, bei der die Themen vor Ort vertieft werden. Außerdem bekommen die Studierenden einen Einblick in das israelische Gesundheitssystem, unter anderem ist ein Besuch einer sozialen Einrichtung geplant. Für September ist der Abschlussworkshop in Deutschland angesetzt, zu dem die israelischen Studierenden an die DHBW Heidenheim kommen werden.