Mit dem Heidenheimer Warenkorb sollen die Preise von Produkten aus dem Einzelhandel verglichen werden. Beim ersten Warenkorb 2023 fallen Inflation und Energiekrise weiterhin ins Gewicht. Hatten sich die Preise im September noch etwas erholt, sind sie mittlerweile wieder stark angestiegen. Bei einem Vergleich der 20 Produkte ist der Gesamtpreis gegenüber September um 13,27 Prozent gestiegen. Er liegt damit bei 86,15 Euro.

Was wurde teurer?

Spitzenreiter ist mit Abstand das Rapsöl. Hat man im September noch 1,99 Euro für einen Liter gezahlt, liegt der Preis heute bei 6,39 Euro. Weniger überraschend ist die saisonbedingte Preissteigerung bei den Tomaten. Mit einem Wert von 2,99 Euro kosten diese doppelt so viel wie noch im September. Ähnlich verhält es sich auch beim Salat. Hier steigt der Preis für einen Kopfsalat um 25,2 Prozent auf 1,49 Euro.

Grundnahrungsmittel kosten mehr

Getreideprodukte werden generell teurer. Während Mehl um 33,6 Prozent ansteigt, erhöht sich der Preis für eine Brezel nur um knapp sechs Prozent auf 90 Cent. Auch Nudeln haben nur eine geringe Preisveränderung und gehen von 6,38 Euro auf 6,58 Euro nach oben.

Bei den Milchprodukten ist die Entwicklung weniger eindeutig. Der Preis von Milch steigt nur um 5,5 Prozent auf 1,15 Euro wohingegen Käse um 27,1 Prozent von 6,98 Euro auf 8,87 Euro gestiegen ist. Kaffee erhöht sich auf 6,99 Euro und Windeln gehen von 5,99 Euro auf 7,65 Euro nach oben.

Erhöhungen sind durch die steigende Inflation keine Überraschung. Lag die Inflationsrate im September noch bei 7,9 Prozent hatte sie im Dezember einen Wert von 8,6 Prozent erreicht.

Was wurde günstiger?

Preissenkungen gibt es im Januar nur wenige. Auf Grund einer guten Ernte im Herbst liegt der Preis von Äpfeln bei 1,99 Euro, 33,4 Prozent weniger als im September, als er noch bei 2,99 Euro lag. Durch das Sinken des Erdölpreises ist auch der Benzinpreis deutlich gesunken. Für einen Liter E10 zahlt man ein Heidenheim 1,59 Euro, somit ist der Preis um 19,7 Prozent gesunken. 100 Gramm Schinken kosten 1,99 Euro statt 2,24 Euro.

Was blieb gleich?

Insgesamt scheinen die Preise weniger stabil als noch im September. Im letzten Warenkorb waren noch zwölf Produkte im Preis gleich geblieben. Dieses Mal gab es nur sieben Produkte ohne Veränderung. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Waren, deren Preise sich auch vor dem letzten Warenkorb im September kaum veränderten hatten. Konstant bleiben Gulasch (13,15 Euro), Eier (4,19 Euro) und Mineralwasser (5,40 Euro) sowie Butter (2,29 Euro), Brot (4,10 Euro) und Apfelsaft (0,85 Euro). Auch für einen Döner zahlt man immer noch 6,00 Euro.

Die Produkte im Vergleich

Folgende Produkte werden im Dauertest verglichen: 1 kg genetztes Brot, 1 Brezel, 500 g Kaffee (Tchibo Feine Milde), 1 Kiste Mineralwasser (Krumbacher Classic, 12 Glasflaschen), 1 Liter Apfelsaft (Tetrapak), 1 Liter Frische Vollmilch 3,5 % Fett (Tetrapak), 1 kg Käse (Holl. Gouda jung, 48 % Fett), 250 g Butter (Deutsche Markenbutter), 10 Eier (aus Freilandhaltung, Gr. L), 1 Stück Salat (Kopfsalat), 1 kg Rispentomaten (Handelsklasse 1), 1 kg Äpfel (Gala), 1 kg Weizenmehl (Typ 405), 1 kg Nudeln (Zabler Hochzeitsnudeln, Breite Band), 100 g gekochter Hinterschinken, 1 kg Gulasch (Schwein/Rind gemischt), 1 Döner Kebab, 1 Liter Speiseöl (Rapsöl). Abseits der Lebensmittel ein Liter Benzin (Super E10), eine Packung Windeln (Pampers Baby Dry Gr. 3)

Dieser Artikel wurde am 11.01.2023 geändert, um den Preis des Brotes zu berichtigen.

Preisvergleich beim Einkaufen in Heidenheim Welche Produkte sind in den letzten Wochen teurer geworden?

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