Heidenheim / HZ Das Medienzentrum unterstützt Schulen bei der Digitalisierung und hat dazu auch eine Veranstaltungsreihe gestartet.

Das Medienzentrum Landkreis Heidenheim unterstützt die Schulen und Schulträger im Kreis aktiv bei der Digitalisierung sowie bei der für die Fördermittelnutzung wichtigen Konzepterstellung. Auf dem Weg zum digitalen Klassenzimmer bekommen die Schulen und Schulträger finanzielle Unterstützung.

Wie diese Unterstützung aussieht und an welche Bedingungen die Finanzspritze gekoppelt ist, war Thema einer Informationsveranstaltung des Medienzentrums in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt. Der Infonachmittag war gleichzeitig der Auftakt einer Veranstaltungsreihe zum Thema Digitalisierung unter dem Titel „make – educate – practise“, mit der die Lehrkräfte sowohl Ideen für die pädagogische Arbeit als auch bei der Ausstattung erhalten. Diese können gleichzeitig auch in die jeweiligen Konzepte mit einfließen, die zumindest für die Beantragung der Mittel aus dem Digitalpakt Schule, mit dem Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik sorgen wollen, unerlässlich sind.

„Ein wichtiger Baustein, um Fördermittel aus dem Digitalpakt zu beantragen, ist ein Medienentwicklungsplan, der ein Ausstattungs-, ein Fortbildungs- und ein pädagogisches Konzept zum Einsatz digitaler Medien enthalten muss“, so Jan van der Osten, Leiter des Medienzentrums Landkreis Heidenheim. Wie ein solcher Medienentwicklungsplan aussehen kann und welche webbasierten Tools bei der Erstellung helfen können, wurde in der Veranstaltung ebenso thematisiert wie ein weiterer Fördertopf. Denn neben der Förderung auf Basis des Digitalpakts gibt es 2019 auch eine pauschale Förderung der Digitalisierung an Schulen durch das Land. Die Schulträger erhalten im Juni pro Vollzeitschüler rund 50 Euro und pro Teilzeitschüler zum Beispiel an Berufsschulen 25 Euro. Eine gesonderte Beantragung beim Land ist demnach nicht nötig. „Verwendet werden können die Mittel etwa für die Umsetzung von Medienentwicklungsplänen“, informierte van der Osten die rund 40 teilnehmenden Schulleiter allgemeinbildender, beruflicher und privater Schulen ebenso wie sonderpädagogischer Bildungs- und Beratungszentren im Kreis.

Es ging bei dem Infonachmittag aber nicht nur um die Theorie, sondern auch darum, wie die Digitalisierung denn nun direkt im Klassenzimmer ankommen kann, sei es durch Medienprojekte wie die Erstellung eines Trickfilms oder durch den Einsatz von Lernsoftware. Hierfür erhielten die Lehrkräfte ebenso Tipps wie zum Einsatz von Geräten, die das Medienzentrum in seinem Fundus hat. Gerade die technische Ausstattung, beim Thema Digitalisierung unerlässlich, wurde von den beiden Medienzentrum-Mitarbeitern Thomas Löcher und Alexander Richter auch noch tiefergehend behandelt: Ein Thema war hierbei etwa die notwendige Infrastruktur wie Breitbandanbindung, strukturierte Verkabelung und W-Lan. Vorgestellt wurde zudem eine neue Serviceleistung des Medienzentrums mit Blick auf die Verwaltung der in den Schulen erforderlichen Geräte: das Mobile Device Management. „Wir bieten den Schulen im Kreis künftig an, ihre Tablets gegen eine geringe Servicegebühr einzurichten und zu verwalten – die Schulen sparen sich somit den Aufwand im eigenen Haus und können auf das technische Know-how des Medienzentrums zurückgreifen“, so van der Osten. sk

Workshops für Lehrer

In der Veranstaltungsreihe „make educate practise“ des Medienzentrums Landkreis Heidenheim werden kostenfreie Workshops beispielsweise zu Lernpro-grammen und weiteren Online-Tools, zur praktischen digitalen Unterrichtsgestal-tung sowie zur Planung eines Medienentwicklungsplans für Lehrkräfte angeboten. Weitere Infos und Anmeldung unter www.medienzentrum-hdh.de/mep. Unterstützung und Beratung, etwa bei der Erstellung eines Medienentwicklungsplans, können die Schulen auch von Thomas Löcher, Schulnetzberater des Landesmedienzentrums, erhalten.