Die TSG Schnaitheim und Wolfgang Liebert: Die eine ist ohne den anderen nicht vorstellbar. Und umgekehrt. So verwundert es auch nicht, dass der Multifunktionär bei der jüngsten Hauptversammlung für stolze 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde. Heute setzt er noch einen drauf und feiert seinen 70. Geburtstag.

Was für viele Anlass genug ist, außerhalb des heimischen Wohnzimmers angesiedelte Beschäftigungen nach und nach auf ein Mindestmaß zurückzuführen, bedeutet für Liebert allenfalls eine Zwischenmarke in einem umtriebigen Leben.

Immer noch als Jugendtrainer am Ball

Zwar hatte auch er einmal mit dem Gedanken gespielt, sich Fußballspiele ab dem nun erreichten Alter nur noch als Unbeteiligter anzuschauen. Erfreut über den großen Zulauf in den Jugendmannschaften, trainiert er aktuell aber die A2, und er kann sich vorstellen, in dieser Funktion noch länger am Ball zu bleiben: „Ich habe keine körperlichen Gebrechen, und so eine Tätigkeit hält einen zudem jung im Kopf.“

Wann immer sein Heimatverein rief, Liebert stand parat. Er war Spieler und Platzwart, Jugendleiter und Schriftführer, Jugendtrainer und Organisator des Pfingstturniers. Im Stadtverband für Sport engagierte er sich als Finanzreferent. Das personifizierte Ehrenamt eben.

Ehrenmitglied der TSG Schnaitheim

Entsprechend zahlreich sind die Ehrungen, die ihm zuteil wurden. Herausragend: die Goldene Münze der Stadt Heidenheim und die Ehrenmitgliedschaft der TSG Schnaitheim.

Seit einigen Jahren im Ruhestand, ist der frühere Leiter der Immobilienabteilung der Heidenheimer Kreissparkasse mittlerweile auch als Großvater einer Enkeltochter gefragt. Schon deshalb antwortet er auf die Frage nach Plänen für die Zukunft ohne Umschweife: „Gesund bleiben, mehr braucht es nicht.“

Äußerst pragmatisch ging Liebert auch mit der Überlegung um, in welchem Rahmen er seinen runden Geburtstag feiern soll: „Ich wollte nicht Gefahr laufen, aus Versehen jemanden nicht einzuladen, der dann sauer auf mich ist.“ Folglich trifft er sich heute Vormittag mit dem Ehrenausschuss der TSG zum Weißwurstessen. Nachmittags steht es dann allen Weggefährten frei, in seinem Garten vorbeizuschauen. „Wer kommt, der kommt“, sagt Liebert, „und anschließend gibt’s eine Spende an den Fußballförderverein.“

Heidenheim