Am Mittwochnachmittag waren im ganzen Landkreis Polizeibeamte im Einsatz und kontrollierten bei den Reisenden an den Haltestellen von Bus und Regionalbahn die Einhaltung der Corona-Regeln. Stationäre, also andauernde Kontrollen gab es dabei ab 13 Uhr in Heidenheim an der ZOH, am ZOB sowie an der Haltestelle Grabenstraße, außerdem in Giengen und Herbrechtingen. Zusätzlich waren Polizisten an weniger frequentierten Haltestellen im Landkreis unterwegs, um auch dort zu prüfen, ob Abstands- und Maskenpflicht eingehalten wurden. Auf der Bahnstrecke zwischen Giengen und Niederstotzingen fuhren auch Beamte in der Regionalbahn mit.

Heidenheim

Nach etwa zwei Stunden des Einsatzes konnte Pressesprecher Holger Fink eine positive vorläufige Bilanz ziehen. „Die Kollegen haben bisher insgesamt rund 800 Personen kontrolliert, dabei wurden etwa 100 Verstöße festgestellt.“ Wer sich auch von der Polizei nicht belehren lässt und die Regeln weiter missachtet, muss mit einer Anzeige rechnen. In solchen Fällen kann ein Bußgeld von bis zu 250 Euro drohen. Von den beanstandeten Personen haben sich laut Fink auf Ansprache durch die Beamten jedoch alle ohne Ausnahme einsichtig gezeigt, sodass niemand sanktioniert werden musste. Vielen Menschen war offenbar nicht bewusst, dass ein Mund-Nasen-Schutz nicht nur im Bus, sondern schon an der Haltestelle vorgeschrieben ist. „Die Leute versichern uns das glaubhaft“, so Fink. Man wolle im Nachgang des Einsatzes Rücksprache mit der Stadt darüber halten, ob die Schilder, die an den Haltestellen auf die Maskenpflicht hinweisen, sichtbar genug sind.

Polizeikontrolle am ZOH in Heidenheim: Werden die Corona-Regeln eingehalten?

Bildergalerie Polizeikontrolle am ZOH in Heidenheim: Werden die Corona-Regeln eingehalten?

Innerhalb der Busse, die beim Ein- und Ausfahren von den Beamten in Augenschein genommen wurden, hätten sich alle Passagiere an die Maskenpflicht gehalten. Die Aktion war die zweite Schwerpunktkontrolle im Bereich des Polizeipräsidiums Ulm, aber die erste im Landkreis Heidenheim. In erster Linie sei es dabei die Absicht der Polizei, die Menschen von der Richtigkeit der Corona-Regeln zu überzeugen und sie zu sensibilisieren. „Die Leute sollen auch den Sinn hinter dieser Aktion sehen“, sagt Fink.

„Die Eindämmung der Pandemie und der Umgang mit Corona im Allgemeinen ist ständiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Diese Aktion ist ebenfalls ein Beitrag dazu“, so Fink weiter. Allgemein sei die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Kontrolle aber hoch. „Die Leute haben Verständnis und finden es gut, dass wir die Einhaltung der Regeln kontrollieren.“