In einem Tiergehege am Stadtrand soll es zu sexuellen Übergriffen auf Schafe gekommen sein. Von der Polizei wird nur bestätigt, dass es Ermittlungen gibt. Einzelheiten will man mit dem Verweis auf das laufende Verfahren nicht nennen. „Es ist ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz anhängig“, so die offizielle Auskunft der Polizei-Pressestelle in Ulm.

Täter verletzt sich selbst

Nach unbestätigten Aussagen soll ein Mann in das Gehege eingestiegen sein, in dem Schafe gehalten werden. Durch den wohl sexuell motivierten Missbrauch der Tiere seien diese auch verletzt worden. Der Täter habe sich beim Verlassen des Geländes am Zaun verletzt, wodurch er Spuren am Tatort hinterlassen haben soll.

Erst seit 2013 strafbar

Wenn sich jemand zu Tieren sexuell oder romantisch hingezogen fühlt, spricht man von Zoophilie. Die Verwendung des Begriffs Sodomie gilt als veraltet. Der sexuelle Kontakt zwischen Menschen und Tieren war in der Bundesrepublik bis 1969 als „widernatürliche Unzucht“ strafbar.

Danach ahndete nur das Tierschutzgesetz das Quälen von Tieren. Nach einer Änderung des Tierschutzgesetzes ist es seit 2013 verboten, „ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen“. Ein Verstoß dagegen gilt lediglich als Ordnungswidrigkeit.