Heidenheim / Karin Fuchs Diesmal geht es um einen der spektakulärsten Fälle in der deutschen Kriminalgeschichte: die Entführung und Ermordung der Heidenheimerin Maria Bögerl. Zwei HZ-Redakteure geben in einer neuen Podcast-Episode Einblick in ihre Recherchearbeit und den Fall Bögerl.

Unterm Dach feiert eine Premiere. Erstmals entstand der Podcast der Heidenheimer Zeitung in einer Co-Produktion mit dem Team von „Akte Südwest“ der Südwest Presse. Der Grund liegt auf der Hand: Es geht um die Entführung und Ermordung von Maria Bögerl – bis heute der spektakulärste Kriminalfall in Heidenheim, mit dem sich die Redakteure der Heidenheimer Zeitung intensiv beschäftigt haben und sich weiterhin beschäftigen. Denn der Mord ist bis heute ungelöst und immer wieder Thema der Berichterstattung.

Hier die neue Podcast-Episode anhören:

Das Verbrechen: was damals geschah

Vor zehn Jahren, am 12. Mai 2010, wurde Maria Bögerl, die Frau des Kreissparkassenchefs Thomas Bögerl, aus ihrem Haus in Schnaitheim entführt. Eine Lösegeldübergabe scheiterte. Drei Wochen später wurde ihre Leiche in einem Waldstück bei Nietheim gefunden. Von Anfang an war der Fall rätselhaft.

Zehn Jahre nach der Tat Wer ermordete Maria Bögerl?

Das spektakulärste Verbrechen in Heidenheim jährt sich am 12. Mai zum zehnten Mal. Die Suche nach dem Täter im Morfall Maria Bögerl läuft bis heute. Was geschah damals? Besteht noch eine Chance, die Tat aufzuklären?

Zwei HZ-Experten geben ihr Wissen preis

Für die Podcast-Aufnahme traf sich das „Soko-Bögerl-Team“ der Heidenheimer Zeitung, Erwin Bachmann und Silja Kummer, mit Rebecca Jakob und Roland Müller von der Südwestpresse.

Erwin Bachmann, langjähriger Redakteur der Heidenheimer Zeitung und seit Kurzem im Ruhestand, war viele Jahre lang Hauptberichterstatter und weiß deshalb einige Details, die vielleicht in der Öffentlichkeit nicht bekannt sind. Er erinnert sich nicht nur an die vielen Gespräche mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft, Informanten und Beteiligten, sondern auch an überraschende Wendungen und unzählige Details der Geschichte.

Damals zu Beginn hätte er es nicht für möglich gehalten, dass der Fall zehn Jahre später noch immer ungelöst sein wird. „Der besondere Reiz war immer, irgendwann siehst du dem Täter bei einer Gerichtsverhandlung in die Augen, aber ich habe mich geirrt“, räumt er heute ein.

Einblick in das Gespräch mit den Ermittlern

Auch HZ-Chefreporterin Silja Kummer berichtete immer wieder über den Fall. Zum Beispiel begleitete sie vor zehn Jahren im Wald die groß angelegte, aber vergebliche Suche nach der Leiche. Anlässlich des zehnten Jahrestages in diesem Frühjahr beschäftigte sie sich noch einmal sehr intensiv mit dem Fall. Sie hatte die Gelegenheit, mit den Ermittlern zu sprechen, die heute noch immer an der Aufklärung arbeiten und daran glauben, den Mörder irgendwann einmal zu finden.

Wie die HZ-Redakteure selbst über den Fall denken

Im Podcast geht es aber auch um die eigenen Einschätzungen der beiden HZ-Experten. Gab es eine Chance, die Frau zu retten? „Wollte der Täter überhaupt das Geld? Oder wollte der etwas anderes, sich zum Beispiel rächen.“ Diese Überlegung stellt Silja Kummer an, angesichts der vergleichsweise niedrigen Lösegeldsummen-Forderung von 300.000 Euro.

Erwin Bachmann und Silja Kummer geben Einblicke, warum und nach welchen Grundsätzen die Heidenheimer Zeitung damals und heute berichtet. Einer davon lautet: Die HZ-Redaktion verbreitet keine unbestätigten Spekulationen.

Tausende Spuren hat die Polizei im Laufe der vergangenen zehn Jahre zusammengetragen. Aber noch ist der Fall ungelöst. Verbirgt sich der entscheidende Hinweis irgendwo in den Akten?

Pleiten, Pech und Pannen begleiten die seit zehn Jahren andauernden Ermittlungen der Polizei. Die Vorwürfe kamen anfangs auch von der Familie selbst.

Fallanalytiker Andreas Tröster vom Landeskriminalamt arbeitet seit zehn Jahren am Mordfall Maria Bögerl. Seine Aufgabe: den Täter analysieren. Wie er den Mörder einschätzt und was das Motiv des Täters sein könnte:

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