Steinpilze sind neben echten Pfifferlingen wohl mit die bekanntesten Pilze überhaupt, wenn man vom Roten Fliegenpilz einmal absieht. Und bei unseren Steinpilzen gibt es eben noch jenen äußerst seltenen und ästhetischen Vertreter der Gattung Boletus, den Zitronenhütigen Steinpilz.

„Der Pilz hat bis auf die gelbe Hutfarbe ohne braune Pigmentanteile die gleichen Merkmale wie der uns bekannte normale Fichten-Steinpilz“, erklärt der Gerstetter Pilzexperte Georg Schabel.

Anfangs bauchiger Stiel mit weißem Stielnetz mindestens im oberen Drittel, zu Beginn ein weiß-beiges Röhrenfutter, das im Verlauf der Sporenreife auf gelb, gelbgrün zu olivgrün wechselt und die umlaufende weiße Kante am Übergang des Hutes zu den Röhren.

„Am Geruch und Geschmack ist kein Unterschied festzustellen“, sagt Schabel: pilzartig-aromatisch, mild und nussig. „Für einen ambitionierten Pilzfotografen ist es immer eine Freude, so seltene Arten in perfektem Entwicklungsstadium bei tollem Licht zu finden. Das Foto in diesem Fall stammt aus dem Jahr 2012 und dokumentiert Schabels bis dato einzigen Fund dieses schönen Pilzes.