Heidenheim / hz Während andere Vereine Nachwuchssorgen plagen, hat der Verein seine Mitgliederzahl innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppelt. Der Vorstand setzt auf Information und Geselligkeit.

Wir wollen eintreten: Diesen Satz hat der erste Vorsitzende des Pferdezuchtvereins Heidenheim, Ralf Pawlowski, in jüngster Zeit des Öfteren gehört – ein Satz, der ihn zurecht freut und auch stolz macht. Denn während in vielen Vereinen die Mitgliederzahlen seit Jahren bekanntlich stetig sinken oder im besten Falle stagnieren, kann der Pferdezuchtverein Heidenheim seit 2016 einen deutlichen Zuwachs verzeichnen.

77 neue Mitglieder innerhalb von drei Jahren

Geschäftsführerin Mandy Pflanz teilte bei der Jahreshauptversammlung mit, dass 2019 die Mitgliederzahl auf 174 Mitglieder angestiegen ist. Innerhalb von drei Jahren traten 77 damit neue Mitglieder in den Verein ein. Sechs der Vereinsmitglieder sind unter 18 Jahren und gehören damit zu den Zukunftshoffnungen von Ralf Pawlowski an, der das Amt des Vorsitzenden 2016 übernommen hat und seither mit viel Engagement an einer Steigerung der Vereinsaktivitäten arbeitet.

Jugendliche sind beitragsfrei

„Auch wir haben ein Nachwuchsproblem, deshalb zählt jedes einzelne Mitglied und die Jungzüchter sind ein wichtiges Standbein für die Zukunft“, so Pawlowski, der großen Wert darauf legt, den Verein für alle Interessierten und Züchter sämtlicher Rassen zu öffnen. Um eine Mitgliedschaft auch für Familien attraktiver zu machen, wurde so unter anderem eine Familiengebühr eingeführt, bei den Jugendlichen beitragsfrei sind.

Warum diese Trendwende?

Durch die zahlreichen und vielfältigen Aktivitäten des Pferdezuchtvereins Heidenheim ziehe es sehr viele neue Mitglieder in den Verein. Gestartet wird stets im Januar mit einem Vortrag zu zuchtrelevanten Themen, der auf Spendenbasis angeboten wird. Weiter geht es im Vereinsjahr mit Spring- oder Dressur-Lehrgängen und der Hauptversammlung. Im Sommer folgt ein mehrtägiger Ausflug, der dieses Jahr die Vereinsmitglieder nach Belgien, Lüttich führt. Ein besonderes Event, das die Gemeinschaft von Züchtern und Interessierten immer wieder stärkt.

Zum Marbacher Wochenende mit Galaabend geht es im Herbst gemeinsam, bevor sich das Jahr mit Gesprächsrunden und einem Erfahrungsaustausch über das Zuchtgeschehen dem Ende zuneigt. „Im Vereinsleben sollte man die Kameradschaft nicht unterschätzen. Wir wollen diese durch unsere Aktivitäten, zu denen auch regelmäßige Züchterstammtische oder Lehrgangsangebote zählen, weiter fördern“, erklärt Pawlowski.

Ein Konzept, das auch dank eines starken Vorstandsteams mit Ralf Pawlowski, dem Zweiten Vorsitzenden Michael Dingler, Geschäftsführerin Mandy Pflanz, Schriftführerin Ines Skrabak sowie Anja Riss, Wilma Zimmerer, Markus Groll, Hans Koch und Werner Hartmann, aufzugehen scheint. kf

10 000 Holzpferde für Kindergärten

Ein Projekt liegt dem Verein besonders am Herzen. Unter der Schirmherrschaft „Pferde für unsere Kinder e.V.“ werben Vereinsmitglieder vom Zuchtverein Heidenheim für das Projekt „10.000 Holzpferde für Kindergärten“.

Worum geht es? Die Idee ist, dass Kinder bereits im Vorschulalter einen Bezug zum Pferd erhalten sollen. Durch die Verbreitung der symbolischen Holzpferde werden Berührungspunkte zwischen Kindern und Pferden geschaffen. Die Bereitstellung von pädagogischen Lernmaterialien ermöglicht den Kindern spielerisch einen Zugang zum Thema Pferd. Des Weiteren besteht für die Kinder die Möglichkeit einen Pferdebetrieb aus der Umgebung kennenzulernen.

Übrigens: Jedes Holzpferd wird in Handarbeit “Made in Germany“ mit Unterstützung von integrativen Einrichtungen hergestellt