Doppelspitzen sind – zumindest in der Politik – nichts Ungewöhnliches mehr. Dass aber ein Dreier-Team eine Redaktion leitet, das ist, zumindest bei der Heidenheimer Zeitung, ein Novum. Silja Kummer, Marc Hosinner und Catrin Weykopf werden ab dem 1. Dezember diese Aufgabe übernehmen. Jeder der Drei leitet zwar eigene Bereiche, aber erst gemeinsam wird aus diesen Bereichen das, was die HZ komplett macht: fundierter, zuverlässiger Lokaljournalismus – gedruckt und online.

Gute Journalisten für gute Geschichten

„Genau das ist es, worauf es uns allen in der HZ ankommt und wofür wir brennen“, sagt Geschäftsführer Martin Wilhelm. „Denn früher wie heute gilt, dass es gute Journalisten braucht, um eine gute Geschichte zu recherchieren und zu schreiben“, so der HZ-Chef. Dies sei aber wohl das Einzige, was sich in den letzten Jahren im Verlag der HZ und in der Branche nicht verändert hat.

Drei Aufgabenbereiche

Innerhalb des Redaktionsleitungs-Teams ist Catrin Weykopf für die Online-Ausgabe und die digitale Entwicklung zuständig. Marc Hosinner kümmert sich vorrangig um die Editoren und die Gestaltung der gedruckten Zeitung. Silja Kummer leitet die Reporter und verantwortet vorrangig die inhaltliche Ausrichtung der HZ. „Ich bin überzeugt, dass wir durch die Aufteilung der Funktionen und Aufgaben innerhalb der Redaktion den Anforderungen der Zeit und den Wünschen unserer Leser besser gerecht werden und uns so in allen drei Bereichen schneller entwickeln können“, meint Martin Wilhelm.

Motiviertes Team

Oft würden Doppelspitzen daran scheitern, dass sie kein Team bilden und jeder seine eigene Vorstellung im gleichen Bereich umzusetzen versucht. „Bei uns ist das anders: Es ist wirklich ein Glücksfall, dass wir ein so motiviertes und qualifiziertes Team gefunden haben mit Mitarbeitern, die in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung gezeigt haben“, so der HZ-Geschäftsführer. Außerdem habe sich wieder einmal gezeigt, dass es für ein in der Region beheimatetes Familienunternehmen unglaublich wichtig ist, dass die Mitarbeiter nicht nur eng mit der Region und den Menschen, sondern auch mit dem Unternehmen verbunden sind.

Seit 1995 Redakteurin

Silja Kummer wurde in Giengen geboren und hofft, dort im kommenden Jahr mit dem Jahrgang 1971/72 das 50er-Fest feiern zu können. 1994 brach sie ein Germanistik-Studium in Tübingen ab, um bei der Heidenheimer Neuen Presse ein Zeitungsvolontariat zu beginnen. Den akademischen Abschluss holte sie 2021 mit einem Bachelor in Psychologie an der Fernuni Hagen nach. Seit September 1995 war Kummer als Redakteurin zunächst bei der HNP, ab 2009 bei der HZ beschäftigt. In ihrem Aufgabenbereich lagen unter anderem die Heidenheimer Sonntagszeitung und das Magazin „daheim“, aber auch immer die aktuelle Berichterstattung über den Landkreis Heidenheim.

Auszeichnung für Recherche-Thema

2015 gewann sie den 2. Preis beim Otto-Brenner-Preis für ihre Artikelserie über das Cross-Border-Leasing der Stadt Heidenheim. Seit Februar 2020 ist sie Chefreporterin und Leiterin des Recherche-Teams der HZ. In ihrer Freizeit ist sie leidenschaftliche Gärtnerin und malträtiert ein wehrloses Klavier. „Ich freue mich darauf, unsere Inhalte noch stärker an den Bedürfnissen und Interessen der Leser auszurichten“, so Kummer.

Spezialist für Giengen

Marc Hosinner (50) kommt aus Heidenheim, wohnt aber schon seit mehr als zwei Jahrzehnten in Giengen. Nach dem Studienabschluss in den Fächern Politikwissenschaft, Anglistik und Kommunikationswissenschaft an der Uni Augsburg begann er 1998 bei der HZ sein Volontariat und schreibt seit 2000 als Redakteur vorwiegend über Giengen, war lange aber auch an Wochenenden Teil der Sportredaktion. Hosinner war bei „Lauf geht’s” involviert, am Aufbau des HZ-Podcasts beteiligt und saß dabei als Moderator am Mikrofon. Er war Initiator und einer von drei Autoren des Buches „Albträume” über den FCH. In diesem Jahr kam Hosinner mit seiner Serie über Schmerzmittel im Amateursport unter die besten zehn Einsendungen beim deutschen Lokaljournalistenpreis. 

Weiterhin schreiben

Seit Oktober ist er Leiter des Bereichs Editoren, Umbruch und Korrektur. Auch als Mitglied der Redaktionsleitung will Hosinner das eigene Schreiben nicht vernachlässigen. Ausgleich zur Arbeit findet Hosinner unter anderem als Jugendtrainer bei den HSB-Basketballern. „Ich freue mich über das Vertrauen, das in uns gesetzt wird. Wir wollen die Herausforderungen im Team und mit motivierten Kollegen in der Redaktion angehen”, sagt Hosinner.

Spezialistin für Online

Catrin Weykopf (39) wurde in München geboren und hat in Heidelberg und den USA Geschichte und Politik studiert. Nach einem Volontariat bei der Augsburger Allgemeinen kam sie nach Heidenheim, wo sie seit 2013 die Online-Redaktion der HZ verstärkt und das Spendenportal „Unsere Hilfe zählt“ für gemeinnützige Vereine betreut. Weykopf war seither maßgeblich daran beteiligt, der Internetseite hz.de immer wieder ein neues Gesicht und neue Funktionen zu geben. Zudem brachte sie mit der Online-Redaktion und dem Lesermarkt das digitale Angebot HZ+ an den Start. Weykopf nahm Podcasts auf, beteiligte sich für die HZ an der internationalen Zeitungskooperation „Table Stakes Europe” und schrieb als Redakteurin über das AKW Gundremmingen.

Gute Quellen im Netz

Seit Januar 2020 ist sie Teamleiterin der Online-Redaktion. Wenn Weykopf ausnahmsweise mal offline ist, führt sie entweder gerade ihren Dackel spazieren oder gibt sich dem Schaukeln eines Segelbootes hin. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit der Redaktion unseren Journalismus online bestmöglich zu präsentieren und weiterzuentwickeln, denn gute und verlässliche Quellen waren im Netz selten so wichtig wie heute”, sagt Weykopf.