Vor kurzem ist in der Heidenheimer Zeitung im Rahmen der Serie „Gute Vorsätze“ ein Artikel darüber erschienen, wie man sich mehr ehrenamtlich engagieren kann. Eva Enslin, die mit ihrem Mann in Mergelstetten wohnt, muss sich davon definitiv nicht angesprochen fühlen. Das jetzt 70-jährige Geburtstagskind ist noch immer auf freiwilliger Basis im Brenzparkverein, im Partnerschaftskomitee der Stadt Heidenheim und im Naturfreundehaus Mergelstetten tätig.

Enslin wurde in Salzburg geboren und ist im ebenfalls österreichischen Mondsee aufgewachsen. 1993 führte die Liebe sie nach Heidenheim, wo sie bis 2016 in einer Arztpraxis arbeitete und noch heute mit ihrem Mann Heinrich Enslin lebt.

In der Stadt bekannt geworden ist die 70-Jährige vor allem durch die Mitbegründung der Reihe „Sommer im Park“ im Jahr 2007. Mehr als ein Jahrzehnt sorgte sie dafür, dass die Auftritte im Brenzpark reibungslos ablaufen konnten und ein ansprechendes Programm geboten war: „Ich musste oft meinen ganzen österreichischen Charme in die Waagschale werfen“, erzählt Enslin lachend. Inzwischen wurde diese Aufgabe weitergegeben, sie blieb dem Brenzparkverein jedoch als Schriftführerin erhalten.

Ebenfalls 2007 begann Enslins Engagement beim Partnerschaftskomitee der Stadt Heidenheim. Dort organisiert sie als Zuständige für Heidenheims österreichische Partnerstadt St.Pölten gegenseitige Besuche.

Auch bei den Naturfreunden ist sie gemeinsam mit ihrem Mann bis heute tätig. Mehrmals im Jahr sorgen die beiden für die Bewirtung des Mergelstetter Naturfreundehauses.

Ans Aufhören denkt sie aktuell nicht – bei keinem der drei Vereine: „So lange mir etwas Spaß macht, mach ich es. Und bei ehrenamtlicher Arbeit bekommt man immer auch Positives zurück.“ So wurde ihr etwa 2015 für ihr Engagement im Brenzpark-Verein der Bürgerpreis verliehen.

Nichtsdestotrotz ist Enslin froh, dass sie neben dem Ehrenamt jetzt mehr Zeit für ihr neues Hobby findet: Sie pilgert nämlich gerne auf dem Jakobsweg.