Mergelstetten / Andreas Uitz Als große Zusammenkunft aller DRK-Bereitschaften im Kreisgebiet und der zahlreichen Förderer des Roten Kreuzes gilt der Neujahrsempfang, der gestern in der Turn- und Festhalle Mergelstetten stattfand. Neben vieler dankender Worte für den Einsatz der Helfer wurden einigen von ihnen auch der Fluthelferorden des Freistaats Sachsen verliehen.

Sie liegt schon eineinhalb Jahre zurück, die Flut, die Heidenheims sächsische Partnerstadt Döbeln Anfang Juni 2013 heimsuchte. Doch vergessen ist sie nicht und ebensowenig das Engagement zahlreicher Freiwilliger der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die damals rasch handelten und in Richtung Sachsen aufbrachen, um den Menschen in Döbeln schnell und unbürokratisch Hilfe zuteil werden zu lassen.

Für ihren großen Einsatz wurde insgesamt 13 Helfern des DRK beim gestrigen Neujahrsempfang der Fluthelferorden des Freistaats Sachsen verliehen. Michaela Adler, Markus Burr, Werner Fröscher, Felix Fucker, Frieder Fucker, Thomas Görsdorf, Markus Graf, Hannes Hnis, Manuel Kerler, Bernd Kröner, Sebastian Lutsch, Sandra Ostertag und Kai Manfred Willer zögerten damals nicht und machten sich auf ins überschwemmte Döbeln, um der Bevölkerung zu helfen. Binnen kurzer Zeit war es dem DRK 2013 gelungen, im gesamten Landkreis Kinderkleidung zu sammeln und diese mittels Lkw und Anhänger in Heidenheims Partnerstadt zu bringen und zu verteilen.

Im Alltag wie in dieser besonderen Situation hätten die DRK-Mitglieder bewiesen, dass sie nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere da seien, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete und Kultusminister Andreas Stoch beim Neujahrsempfang. Das DRK stehe auch für die Menschlichkeit in der Gesellschaft, betonte er in seinem Grußwort.

Auf breiter Basis bewiesen die DRK-Bereitschaften überall vor Ort, dass sie in der Lage und willens sind, zu helfen. So stehe das Rote Kreuz für eine ganz besonders aktive Art des ehrenamtlichen Engagements. Dies schlage sich teils auch schon in den Schulen nieder, so der Kultusminister. Im Zuge des weiteren Ausbaus der Ganztagsschulen komme dem Roten Kreuz eine besondere Aufgabe zu, denn hier sei es möglich, bereits kleine Kinder für die Arbeit des DRK zu interessieren und zu begeistern. „Gehen Sie in die Schulen, zeigen sie den Kindern was Sie tun“, rief Stoch den Bereitschaftlern zu. Auf diese Weise könne auch Nachwuchs für die Organisation gewonnen werden.

Seine Schlagkraft habe das Rote Kreuz im September vergangenen Jahres beim Bundesentscheid der DRK-Bereitschaften in Heidenheimer unter Beweis gestellt. „Was hier vor Ort geleistet wurde, ist beispielhaft und war eine tolle Werbung für den Landkreis Heidenheim und seine Bereitschaften“, sagte Stoch.

Der Minister sprach auch die Fusion der Rettungsdienste Ulm und Heidenheim an, die seit geraumer Zeit geplant ist aber bislang noch an juristischen Details scheitert (wir berichteten). „Ich bin sehr zuversichtlich, dass in diesem Jahr eine Lösung gefunden werden kann und dann aus zwei starken Rettungsdiensteinheiten eine noch stärkere entstehen kann“, sagte Stoch. Zugleich betonte er, der Fusion seine persönliche Unterstützung zukommen zu lassen.

Neben DRK-Präsident Albert Tränkle fand auch Oberbürgermeister Bernhard Ilg viele lobende Worte für das Engagement des DRK. „Die Helfer sind immer wieder aufs Äußerste gefordert, und ohne die sehr gute Kameradschaft beim Roten Kreuz könnte das kaum geleistet werden.“ Ilg dankte den Einsatzkräften und erklärte, ohne deren Engagement könnten unzählige Veranstaltungen im kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Bereich gar nicht stattfinden.