Heidenheim / Am Wochenende endeten die Opernfestspiele Heidenheim 2015 mit einem erneuten Besucherrekord: „Bestes Ergebnis, bei bester Besetzung und besten Wetterverhältnissen“ – so lautet das Fazit des künstlerischen Leiters der Opernfestspiele Heidenheim, Marcus Bosch.

Bosch freut sich vor allem auch im Blick auf anspruchsvolle Programmelemente „über das wachsende Vertrauen unseres Publikums“. Das Festival konnte sogar nach dem sehr erfolgreichen Jubiläumsjahr 2014 die Ergebnisse weiter ausbauen. Die Neuausrichtung der Opernfestspiele stößt damit nicht nur bei den Medien auf äußerst positive Resonanz.

Sowohl im Opern- wie auch im Konzertbereich konnten die Festspiele die Auslastung auf über 90 Prozent steigern. Die 51. Opernfestspiele Heidenheim standen unter dem Motto „Machtspiele“ und präsentierten vom 16. Mai bis 2. August rund 40 Veranstaltungen, die insgesamt über 16 000 Besucher angezogen haben. Dies entspricht einer Gesamtauslastung von rund 93 Prozent (im Vorjahr 89,56 Prozent).

Eröffnet wurden die Opernfestspiele mit einer grandiosen Offenbachiade und einem Weltstar, der Mezzosopranistin Vesselina Kasarova, sowie der Cappella Aquileia unter Marcus Bosch.

Ebenso fulminant war das ausverkaufte Galakonzert mit dem Star-Cellisten Pieter Wispelwey und der Staatsphilharmonie Nürnberg unter Marcus Bosch mit einem reinen Schostakowitsch-Programm.

Auf großes Interesse stieß auch das Chorkonzert „OH! Im Kloster“. Das intime Konzert Barock im Schloss mit „Al Ayre Espanol“ war restlos ausverkauft.

Das Konzert „Jazz zur Festspielzeit“ mit Max Mutzke und der SWR-Big-Band erreichte mit 770 Besuchern einen neuen Besucherrekord und damit das beste Ergebnis seit Bestehen des Programmes 2010.

Und bei der Schlossbergtafel der Opernfestspiele und des Naturtheaters picknickten Hunderte Festspielgäste im idyllischen Park rund um Schloss Hellenstein.

Die Neuinszenierung, Giuseppe Verdis »Macbeth« (Regie Hermann Schneider, Bühne Stefan Brandtmayr, Kostüme Cornelia Kraske), ein Shakespeare-Drama über Macht und Maßlosigkeit, wurde von der Fachpresse hoch gelobt.

Der Tschechische Philharmonische Chor Brünn gab sein Debüt in Heidenheim als Opernchor und begeisterte mit Verdis wohl berühmtester Chorpartie „Patria oppressa“.

Auch die Junge Oper ist bei den Heidenheimer Festspielen eine Eigenproduktion. In einem Interview zum Ende der Festspielsaison meinte Marcus Bosch: „Es sind ja nicht nur Kinder gekommen, sondern gezielt auch Erwachsene, weil sich herumgesprochen hat, dass man so wie dort im Zelt der Jungen Oper wie sonst kaum anderswo die unmittelbare Kraft des Theaters spüren kann“.

Im nächsten Jahr werden die Opernfestspiele Heidenheim erstmals mit der Cappella Aquileia eine dritte eigene Opernproduktion präsentieren. Die neue Programmlinie der Opernfestspiele mit frühen Opern des jungen Verdi in chronologischer Reihenfolge wird Ende des Jahres gesondert vorgestellt. Im Zentrum der Saison 2016 wird überdies die Neuproduktion von Giacomo Puccinis „La Boheme“ stehen. Sie wird stattfinden vom 23. Juni bis 7. August.