Heidenheim / Andreas Uitz Weil es immer wieder zu Vorfällen kommt, sollen die Schulhöfe nachts gesperrt werden.

Es ist verblüffend: Manchen Jugendlichen scheint es in der Schule so gut zu gefallen, dass sie sogar in ihrer Freizeit die Nähe zur Schule suchen. Denn in der Vergangenheit wurde vor allen Dingen zu nächtlicher Stunde immer wieder die Polizei aktiv, weil sich Anwohner durch nächtlichen Lärm gestört fühlten.

Von kleineren Gruppen aber auch Ansammlungen von bis zu 50 Jugendlichen berichtete der Leiter des Heidenheimer Polizeireviers, Markus Deuter, bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Der damit einhergehende Lärm aber auch Verunreinigungen und teils Sachbeschädigungen sorgten dafür, dass sich das Gremium mit der Thematik befasste. Das Problem bisher war nämlich, dass es keinerlei Regelungen bezüglich der Benutzung von Schulhöfen gab. Deshalb hatte auch die Polizei wenig rechtliche Handhabe.

Das jedoch soll sich jetzt ändern. Denn mit der beschlossenen Satzung über die Benutzung von Schulhöfen ist klar geregelt, dass diese in Schulzeiten zwischen 17.30 und 22 Uhr genutzt werden dürfen, in Ferienzeiten zwischen 6.30 und 22 Uhr. Nachts jedoch darf sich hier niemand aufhalten. Außerdem herrscht auf den Schulhöfen ein Alkoholverbot, Fahrzeuge dürfen hier nicht abgestellt werden und Musik ist nur erlaubt, wenn sich Dritte nicht gestört fühlen. Darüber hinaus gibt es noch einige weitere Regelungen.

„Es geht uns nicht darum, die Jugendlichen zu vertreiben“, betonte Deuter. Doch wenn es zu Störungen komme, müsse die Polizei auch eine Möglichkeit haben, einzuschreiten. Im Gemeinderat stieß die neue Regelung auf Zustimmung. Betont wurde jedoch, dass den Jugendlichen auch Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen werden müssen.