Ab sofort gelten in Baden-Württemberg strengere Corona-Regeln: Am Dienstag hat die Landesregierung die Verschärfung der Maßnahmen beschlossen, diese treten bereits am Mittwoch, 24. November 2021, in Kraft. Grund ist die sich weiter zuspitzende Lage, die nicht abreißend hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen und die steigende Zahl der Menschen, die aufgrund einer Corona-Erkrankung in baden-württembergischen Krankenhäusern intensivmedizinisch behandelt werden müssen.

„Daher setzen wir nicht nur die Maßnahmen, auf die sich Bund und Länder am 18. November 2021 geeinigt haben um, sondern gehen drüber hinaus“, heißt es in der Pressemitteilung der Landesregierung. Der bisherige Stufenplan wird um die Alarmstufe II erweitert, die dann gilt, wenn mehr als 450 Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden müssen oder die Hospitalisierungsinzidenz den Wert von sechs überschreitet.

Da die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg Stand 23. November 2021 bei 510 liegt, gilt die neue Alarmstufe II unmittelbar ab Mittwoch, 24. November 2021.

Alarmstufe II: Welche Verschärfungen der Corona-Regeln gelten jetzt in Baden-Württemberg?

Ab sofort gilt in Baden-Württemberg die 2G+ Regelung: Das bedeutet, Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich in vielen Bereichen einen negativen Corona-Schnelltest oder PCR-Test vorlegen. Bei 2G+ haben Ungeimpfte keinen Zutritt. In diesen Bereichen gilt ab sofort 2G+:

  • Im Theater, der Oper und bei Konzerten, im Kino, bei Stadt- und Volksfesten, bei Stadtführungen und Informations-, Betriebs-, Vereins- sowie bei Sportveranstaltungen. Hier gilt außerdem, das maximal 25.000 Personen zugelassen sind und das maximal 50 Prozent Auslastung der Kapazität zulässig ist.
  • Auf Weihnachtsmärkten, außerdem dürfen hier nur die Hälfte der ansonsten üblichen Besucherzahl zugelassen werden.

  • Bei körpernahen Dienstleistungen mit Ausnahme von Frsieur und Barbershops: Hier haben Ungeimpfte mit einem negativen PCR-Test Zugang.
  • Diskotheken, Clubs, Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen.
  • Bei Gottesdiensten müssen Abstandsregeln eingehalten werden
  • Bei Veranstaltungen von Gremiensitzungen von juristischen Personen, Gesellschaften und vergleichbaren Vereinigungen gilt 3G

Auf Weihnachtsmärkten gilt ab sofort außerdem die Maskenpflicht auch im Freien, solange keine Speisen oder Getränke konsumiert werden, weil Abstandsregeln hier nicht zuverlässig eingehalten werden können, so die Landesregierung.

In Hotels, Gasthäusern, Pensionen und auf Campingplätzen gilt sowohl in der Alarmstufe I als auch in der Alarmstufe II 2G.

Ausgangssperren und 2G im Einzelhandel bei hohen Infektionszahlen

Aufgrund der kritischen Lage sind ab sofort wieder Ausgangsbeschränkungen möglich: Liegt die 7-Tage-Inzidenz in Stadt- und Landkreisen während der geltenden Alarmstufe an zwei aufeinanderfolgenden Tagen über 500, gelten Ausgangssperren und außerdem 2G im Einzelhandel, der nicht der Grundversorgung dient.

Während der Ausgangsbeschränkung dürfen nicht genesene und nicht geimpfte Personen zwischen 21 und 5 Uhr die eigenen vier Wände nur mit triftigem Grund verlassen.

Diese Regel greift im Landkreis Heidenheim bereits ab Donnerstag, 25. November.

Landkreis Heidenheim

Landkreis Heidenheim

Ostalbkreis

Die lokalen Ausgangsbeschränkungen gelten solange, bis die Inzidenz in den jeweiligen Stadt- und Landkreisen an fünf Tagen in Folge unter 500 liegt.

Kontrollpflicht von Corona-Nachweisen wird verschärft

Die neue Corona-Verordnung stellt zudem nochmal deutlicher klar, wie Betreiber, Anbieter und Veranstalter verpflichtet sind, Test-, Genesenen und Impfnachweise zu kontrollieren: Sie müssen die Angaben mit einem amtlichen Ausweisdokument abgleichen. Genesenen- und Impfnachweise müssen elektronisch, etwa mit der CoVPassCheck-App, geprüft werden.

Heidenheim

Schüler bis einschließlich 17 Jahren müssen weiter keinen Testnachweis vorlegen und sind von den Zugangs- und Teilnahmeverboten ausgenommen. Die Ausnahme gilt jedoch generell nicht für Clubs, Diskotheken und Saunen.

Schwangere und Stillende Personen sind nur noch bis zum 10. Dezember 2021 von der Testpflicht und den Zutrittsbeschränkungen ausgenommen, da es dann seit drei Monaten eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission gibt.

Die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz wird herabgesetzt: Die Warnstufe gilt jetzt ab 1,5 und die Alarmstufe I ab einem Wert von 3. Die Schwellenwerte für die Belegung der Intensivbetten von 250 beziehungsweise 390 bleiben unverändert.

Landkreis Heidenheim