Die Landesregierung hat Lockerungen für Besuche in stationären Pflegeeinrichtungen beschlossen. Vom 1. Juli an gibt es keine Einschränkungen der Besuchszeiten mehr. Bewohner können pro Tag zwei Besucher empfangen. Ausnahmen können aus besonderen Anlässen erteilt werden, z. B. bei Geburtstagen und bei der Sterbebegleitung.

Es ist beabsichtigt, Besuche wieder im Bewohnerzimmer zu ermöglichen. In geschlossenen Räumen müssen die Besucher eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Aufgehoben ist die Pflicht, nach Verlassen der jeweiligen Einrichtung, etwa für Spaziergänge, 14 Tage lang eine solche Bedeckung zu benutzen.

Keine Besuche bei Symptomen einer Infektion

Weiterhin nicht möglich sind Besuche durch Personen, die in Kontakt mit Corona-Infizierten stehen oder typische Symptome einer Infektion aufweisen. Dazu gehören Geruchs- und Geschmacksstörungen, Fieber, Husten sowie Halsschmerzen.

Gesundheitsminister Manfred Lucha sagte, der Schutz besonders gefährdeter Gruppen habe höchste Priorität. „Gleichzeitig wissen wir“, so Lucha weiter, „wie belastend die rigorosen Kontaktbeschränkungen für Bewohner in Pflegeeinrichtungen und deren Angehörige und Freunde waren.“ In der jetzigen Phase gehe es darum, „eine vernünftige Balance zu finden zwischen dem lnfektionsschutz auf der einen und der Ermöglichung von sozialer Teilhabe auf der anderen Seite“. Die neuen Regelungen sollen die Lebensqualität der Betroffenen deutlich erhöhen, mehr Besuche ermöglichen und den administrativen Aufwand der Einrichtungen reduzieren.

Auch Erleichterungen in der Tagespflege

Auch für die Einrichtungen der Tagespflege und für Gruppenangebote im Vor- und Umfeld der Pflege gibt es Erleichterungen. Sie können jetzt einen „geschützten“ Regelbetrieb mit Schutz- und Hygienekonzepten aufnehmen.

Baden-Württemberg