Ein Ur-Schnaitheimer lebt nicht mehr: Vergangenen Freitag ist Malermeister Karl Ulshöfer im Alter von 89 Jahren verstorben. Er war einer derjenigen, die sich immer und überall für alle Belange seines Ortes eingesetzt hatte, damit dieser viel mehr als nur ein eingemeindeter Vorort ist. Besonders mit dem früheren OB Martin Hornung verstand er sich gut und konnte so viel für Schnaitheim erreichen.

Ehrenvorsitzender des Handelsvereins

Karl Ulshöfer war mit dem 1910 vom Großvater gegründeten Malerbetrieb in der Kapellstrasse und später im Neubau am Badenberg ein erfolgreicher und angesehener Handwerksmeister. Sein Engagement setzte sich fort als Gründungsmitglied der Handels- und Gewerbevereinigung „DIE“ Schnaitheimer Fachgeschäfte. Er wurde 1977 Vorsitzender des Vereins und als Ehrenvorsitzender ließ er es nicht nehmen, noch im zurückliegenden Oktober an der Hauptversammlung teilzunehmen. Auch bei den gut besuchten Leistungsschauen oder dem Maibaumfest tat er sich als ausgezeichneter Organisator hervor.

„Mit seiner charismatischen Persönlichkeit hat er unseren Verein in vorbildlicher Weise vertreten und präsentiert. Seine mit großer Sorgfalt gefertigte Chronik des Vereines hat in einer beeindruckenden Weise seine bis zuletzt bestehende enge Verbundenheit zum Ausdruck gebracht“, sagt der „DIE“-Vorsitzender Ferry S. Bilics.

Vielseitig engagiert

Ulshöfers Liebe galt dem Akkordeon und so war er über 80 Jahre im Handharmonika Spielring Mitglied, aber unter anderem auch Jahrzehnte im Schwäbischen Albverein und im Schützenverein.

Karl Gottfried Ulshöfer hinterlässt Ehefrau Babette, drei Kinder, drei Enkel sowie drei Urenkel.