Nach den Sommerferien wird an Baden-Württembergs weiterführenden Schulen außerhalb des Unterrichts voraussichtlich Maskenpflicht herrschen. Das gab Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in Stuttgart bekannt. Auch auf eine neue Teststrategie für Kitas und Schulen hat sich die grün­-schwarze Koalition.

Freiwillige Corona-Tests für Personal

Das Personal an Schulen und Kitas kann sich nach der Urlaubssaison – im Zeitraum von Mitte August bis Ende September – zweimal freiwillig testen lassen. Unter anderem aufgrund dieser Ergebnisse soll dann im Herbst und Winter über weitere Untersuchungen entschieden werden. „Das hängt immer grundsätzlich von der Infektionslage ab“, sagte Kretschmann. „Und all solche Beschlüsse können auch nach Infektionslage wieder geändert werden.“ Die Kosten für die Tests werde das Land tragen.

An weiterführenden Schulen wird außerhalb des Unterrichts auf dem Schulgelände eine generelle Maskenpflicht gelten. Das Land werde Mund-Nasen-­Bedeckungen stellen, sagte Kretschmann; die Abstandsregeln will die Regierung an den Einrichtungen dafür aufgeben. Über zusätzliche Maßnahmen wie Plexiglas auf Pulten oder Visiere für Lehrer können die Schulen in Eigenregie entscheiden.

Zu dem Plan für die Bildungseinrichtunge gehört auch eine konstante Überwachung der Infektionslage. In jedem der vier Regierungspräsidien sollen je zwei Kindertagesstätten und Schulen dauerhaft auf Corona getestet werden. Die Testintervalle seien noch nicht geklärt, sagte ein Sprecher.

Verpflichtende Tests bei Corona-Fällen

Bei Kitas und Schulen, an denen Corona-Fälle bekannt werden, sollen Tests für Kontaktpersonen der ersten Stufe verpflichtend sein. Für alle anderen wird es das Angebot geben, sich freiwillig testen zu lassen. „Wir gehen über das hinaus, was zwingend notwendig ist, aber das macht auch Sinn“, erklärte Kretschmann. Die Landesregierung war sich über die Teststrategie zuvor wochenlang uneins gewesen.