Im Nachgang der abgesagten Demonstration von Corona-Maßnahmen-Kritikern am 14. April werden Bußgelder fällig. 58 Männer und Frauen müssen jeweils 178,50 Euro bezahlen. Die entsprechenden Bescheide hat das Ordnungsamt der Stadt Heidenheim jetzt verschickt.

„Sie haben an einer nicht genehmigten Versammlung mit mehr als zwei Haushalten teilgenommen und zudem den Mindestabstand gemäß Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg nicht eingehalten“, erläutert dazu der städtische Pressesprecher Stefan Bentele.

Vom Rathaus auf den Schlossberg

Die Kundgebung am 14. April war zwar vom Landratsamt und der Stadt Heidenheim zunächst genehmigt worden, anschließend aber aufgrund einer hohen Sieben-Tage-Inzidenz vonseiten des Landratsamts untersagt worden. Dies sei noch rechtzeitig vor der Kundgebung geschehen, so die Stadtverwaltung. Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich dennoch auf dem Rathausplatz und kamen der mehrfachen Aufforderung von Polizei und Ordnungskräften nicht nach, die Versammlung aufzulösen.

Sie gingen daraufhin zu Fuß durch die Innenstadt auf den Schlossberg. Polizei und Ordnungskräfte nahmen dort die Personalien von den 58 Männern und Frauen auf, die jetzt ein Bußgeld bezahlen müssen. Umgekehrt waren auch von einigen der Betroffenen Anzeigen gegen einen Mitarbeiter der Stadtverwaltung und gegen die Polizei wegen des Vorwurfs der Freiheitsberaubung erstattet worden. Die Stadt hat in dieser Sache einen Anwalt eingeschaltet.

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