Heidenheim / Arthur Penk Nach über 20 Jahren ist über Süddeutschland erneut ein Komet zu sehen. Der fünf Kilometer große Brocken kommt der Erde immer näher, stellt aber keine Gefahr dar.

Es ist ein seltenes Spektakel: Nach über 20 Jahren ist derzeit über Süddeutschland wieder ein Komet zu sehen. Entdeckt wurde der Brocken mit der wissenschaftlichen Bezeichnung „C/2020 F3“ von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA. Das letzte Mal waren die Kometen Hyakutake im Jahr 1996 und Hale-Bopp 1997 mit bloßem Auge von der Erde aus sichtbar.

Die ersten Aufnahmen des Satelliten „Neowise“ im März zeigten den Himmelskörper, der später ebenfalls „Neowise“ benannt wurde, als einen schwach leuchtenden Fleck. Anfangs war nicht klar, ob der Komet der Sonne nahe genug kommen würde, um einen sichtbaren Schweif zu entwickeln.

Neowise besteht aus Eis und Gestein und hat Forschenden zufolge einen Durchmesser von etwa fünf Kilometern. Die Strahlung der Sonne sorgt dafür, dass das Eis nun allmählich auftaut und ins All geschleudert wird. Die Gasausbrüche auf der Oberfläche wirbeln zudem Staub auf, was als langgezogener Schweif sichtbar wird.

Der Blick in die unendlichen Tiefen des Weltalls ist für die Akteure des Heidenheimer Astronomieverein faszinierender Alltag. Jetzt dringen die Sternenforscher mit neuer Technik noch tiefer ins Universum vor.

Laut dem Steinweiler Hobby-Astronomen Herbert Heuberger vom Astronomieverein Heidenheim ist der Komet im Landkreis Heidenheim nach Sonnenuntergang im Nordwesten und vor Sonnenaufgang im Nordosten zu beobachten. Vorausgesetzt, der Himmel ist klar.

Am besten geeignet sind erhöhte Standorte außerhalb von Ortschaften und Industrieanlagen, wo es richtig dunkel ist.

Der Komet Neowise kommt am 23. Juli der Erde am nächsten und ist damit noch einige Tage zu sehen. Die Entfernung von 103 Millionen Kilometern ist in kosmischen Ausmaßen zwar winzig, in menschlichen Dimensionen aber dennoch kaum vorstellbar.

Danach wird Neowise wieder in den unendlichen Weiten des Weltalls verschwinden und erst im Jahr 8845 wieder zu sehen sein.

In Steinheim schlug vor vielen Jahren ein Meteorit ein

Es ist nur knapp zwei Zentimeter groß, aber eine riesige Sensation: In einem Kalksteinbrocken wurde ein Stück des Meteoriten gefunden.

Die Entdeckung des Steinheimer Meteoritensplitters ist eine große Sensation für viele Wissenschaftler. Und für einen ganz besonders.

Gerade in diesen Zeiten zieht es viele Menschen nach draußen. Die Heidenheimer Brenzregion bietet einige Attraktionen inmitten von Natur, auch abseits der üblichen Wege. Eine davon ist der Steinheimer Meteorkrater.