Erstmalig findet am Donnerstag, 10. September, ein bundesweiter Warntag statt. Um 11 Uhr gibt es einen Probealarm mit allen vorhandenen Warnmöglichkeiten. In ganz Deutschland werden Warn-Apps piepen, Sirenen heulen und Rundfunkanstalten ihre Sendungen unterbrechen.

Im Landkreis Heidenheim gibt es allerdings seit dem Ende des „Kalten Krieges“ kein flächendeckendes Sirenenwarnkonzept mehr. Die heute noch vorhandenen Sirenen dienen ausschließlich der Alarmierung der Feuerwehren. Bei Gefahrenmeldungen, die eine Warnung der Bevölkerung erforderlich machen, werden deshalb Warn-Apps und das Instrument der Rundfunkansprache genutzt.

Eine Warnung der Bevölkerung ist bei besonderen Gefahrenlagen erforderlich und könnte auch durch Lautsprecherdurchsagen der Polizei oder Feuerwehren punktuell ergänzt werden. So werden beispielsweise bei drohenden Unwettern, Bränden mit einer besonderen Rauchgasausbreitung oder dem Austritt von Gefahrstoffen Warnmeldungen durchgeführt. Neu in diesem Jahr ist die Warn-App „Nina“, die in ganz Deutschland zur Information der Bevölkerung bei der Corona-Pandemie genutzt wird.

Bevölkerung sensibilisieren

Der Warntag soll die Bevölkerung sensibilisieren. „Denn wenn Gefahr drohen sollte, sind frühzeitige Warnungen und eine schnelle Information der Bevölkerung erheblich von Bedeutung – dann kann jede Sekunde zählen“, teilt Kreisbrandmeister Michael Zimmermann mit. Es sei ebenso wichtig und notwendig, die Bevölkerung mit dem Warnsystem vertraut zu machen, damit im Ernstfall die Informationsübermittlung schnell funktioniere.

Gleichzeitig dient der Warntag dazu, die vorhandenen technischen Warnsysteme flächendeckend zu testen und zu prüfen, an welcher Stelle diese noch weiterentwickelt werden könnten. Auch deshalb soll der Warntag jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September wiederholt werden.

Weitere Informationen gibt es auf www.bundesweiter-warntag.de. Interessierte können sich darüber hinaus auch per E-Mail an kreisbrandmeister@landkreis-heidenheim.de an die zuständige Stelle für den Katastrophenschutz im Landratsamt wenden.