Auf der Deutschlandkarte des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist der Landkreis Heidenheim einer der letzten roten Flecken: Diese Farbe markiert die Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 50. Tatsächlich stagniert der Wert seit Tagen zwischen 55 und 60, am Montag lag er laut RKI bei 57,2.

Ansteckung in Familien

„Der Grund für den aktuell tendenziell stagnierenden Inzidenzwert im Landkreis sind insbesondere drei größere und mehrere kleine Ausbrüche innerhalb von Familien“, erläutert das Heidenheimer Gesundheitsamt diesen Wert. Da der Landkreis Heidenheim im Vergleich zu anderen Landkreisen verhältnismäßig klein sei, wirke sich die Anzahl der Neuinfektionen hier auch mehr aus.

Weitere rote Landkreise

Auch der Landkreis Neu-Ulm mit einer 7-Tage-Inzidenz von 63,9 und der Landkreis Günzburg mit 73,2 sind auf der RKI-Karte noch rot, während die anderen benachbarten Landkreise mit Inzidenzen um die 30 schon in einem weniger alarmierenden Dunkelgelb markiert sind.

Mit der 7-Tage-Inzidenz sind die Neuinfektionen mit Covid-19 innerhalb der letzten sieben Tage pro 100 000 Einwohner gemeint. Es handelt sich also um eine relative Zahl, die zwischen den Landkreisen verglichen werden kann.

Update, 8. Juni 2021:

Das Heidenheimer Gesundheitsamt räumt am Dienstag ein, dass hinter der immer noch relativ hohen Inzidenz im Landkreis Heidenheim die indische Mutation des Coronavirus steckt. 57 Fälle sollen auf B 1.617 zurückzuführen sein.

Grund für hohe Inzidenz im Kreis Heidenheim Indische Corona-Mutation sorgt für mehr Ansteckungen

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