Über die positiven Seiten der Mitgliedschaft in der Ulmer Handwerkskammer äußert sich in einer Pressemitteilung Kreishandwerks- und Klempnermeister Robert Smejkal aus Heidenheim und reagiert damit auf kürzlich veröffentlichte Leserbriefe, in denen die Kammermitgliedschaft und die auch in der Corona-Krise zu bezahlenden Beiträge kritisiert wurden.

Smejkal schreibt: „Wir sind Handwerker. Wir können das! Dieser Spruch verdeutlicht, dass wir Handwerker uns mit unserem Fachwissen, der Erfahrung aus dem Berufsalltag, unserer Kompetenz viel zutrauen. Auch in der aktuellen Krisenzeit. Wir wissen, wo wir Rat bekommen, wenn wir welchen brauchen. Wir wissen, wer unsere (Geschäfts-)Partner sind, und können so auch schwierige Phasen miteinander überstehen.“

Eine Krise könne auch die Menschen im Team zusammenschweißen, so Smejkal weiter. „Eine Krise ist auch immer Chance – so sehen wir Handwerker das. Das gilt auch für diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die Corona hart getroffen hat und die weiter mit den Auswirkungen kämpfen.“ Einige würden sich gerade neu erfinden und mit kreativen Ideen zum Beispiel verstärkt auf digitale Lösungen setzen oder sogar ganz neue Geschäftsmodelle entdecken.

Handwerkskammer als Helfer

„Was wir Betriebe uns oft zu wenig holen, ist ein Draufblick auf unsere Abläufe im Betrieb, auf unsere Zusammenarbeit. Dabei kann eine strategische Beratung so wertvoll sein, auch um Ideen in die Tat umgesetzt zu bekommen. Eine solche Außenansicht oder Beratung können wir uns teuer auf dem Markt erkaufen – oder wir gehen zu unserer Handwerkskammer.“ Hier sei es egal, ob es sich um betriebswirtschaftliche Belange, Fragen zu Ausbildung, Recht, Umwelt oder Technik und Innovation handelt. „Die Angebote unserer Kammer sollten wir nutzen“, betont der Kreishandwerksmeister. „Nicht nur in Zeiten, in denen es uns besonders schlecht geht. Sinnvolle Informationen und eine Betriebsberatung helfen uns auch in normalen Zeiten, unseren Betrieb und Betriebsalltag weiter zu entwickeln.“

Im Frühjahr in den Monaten rund um den Lockdown hätten viele Betriebe die Kammer als Partner entdeckt. Smejkal: „Wir haben gemerkt, dass man uns dort weiterhilft und sich um unsere Anliegen kümmert.“ Zwei Drittel aller Handwerksbetriebe im Gebiet der Handwerkskammer Ulm von der Ostalb bis an den Bodensee hätten das in der Krise für sich genutzt. „So sollten wir miteinander weiterschaffen.“