Mack erklärte, die Solidarität der Linken gelte den Opfern. Bedauerlich sie jedoch, dass die notwendige gesellschaftliche Debatte über den Schutz der Frauen vor sexualisierter Gewalt bereits jetzt nicht mehr stattfinde. Hier ging es nicht nur um sexuelle Gewalt, sondern um Macht über Frauen zu demonstrieren. Gleichberechtigung der Frauen sei genauso ein Grundrecht, wie das Recht auf Asyl.

Grundrechte seien für Linke nicht nicht verhandelbar, so Mack. Stattdessen würden zahlreiche rechte politische Kräfte die Vorkommnisse instrumentell benutzen. Der eigentliche Skandal in diesem Zusammenhang ist dem Kandidaten zufolge, dass die öffentliche Diskussion in völlige Schräglage geraten sei.

Es sei seit Monaten zu beobachten, wie sich der politische Diskurs immer mehr nach rechts außen verschiebe. Inzwischen ziehe der „rechte Mob“ wieder durch die Straßen des Landes. 250 Neonazis hätten eine Spur der Verwüstung und Gewalt im alternativen Stadtteil von Leipzig Connewitz hinterlassen. Solche Taten wären undenkbar ohne den zunehmenden Rechtspopulismus und Rassismus in Gesellschaft und Politik.

In dieser Situation erklärte Mack, dass die Linke an ihrer Politik und Programmatik festhalte und einen festen Gegenpol zu chauvinistischen und rassistischen Debatten bilde. Dies sei auf allen Ebenen und mit allen notwendigen Mitteln der Fall. Mack wies darauf hin, dass das bereits bei der Wortwahl beginne, wobei es kein „Gastrecht“ gebe, das ein Flüchtling verwirken könne. Es gelte vielmehr die Genfer Flüchtlingskonvention und das Asylrecht im Grundgesetz, welches ohnehin im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte verwüstet worden sei.

Flüchtlingsobergrenzen seien deshalb ebenso abzulehnen, wie Kontingente für Geflüchtete, so Horst Mack. Von der Linken sei Flüchtlingssolidarität und Solidarität mit Flüchtlingshelfern zu erwarten. Wichtig sei, dass der Wert und die Rechte jedes Einzelnen nicht verhandelbar seien.