Das Thema ist in aller Munde und auch die Autoindustrie hat sich inzwischen ausgerichtet. Es wird kein Weg an der Elektromobilität vorbeiführen, auch wenn er zugegeben nicht ganz unumstritten ist. Heidenheim noch im Schleichgang? Ja, in Heidenheim bewegt sich in Sachen Elektromobilität tatsächlich nichts.

Bewusst für E-Fahrzeug entschieden

Ob es aber an den Autofahrern selbst liegt, bezweifle ich. Ich habe mich im Frühjahr bewusst für ein E-Fahrzeug entscheiden, obwohl ich an meinem Wohnort nicht laden kann. Schnell musste ich aber dann erkennen, dass die Ladeinfrastruktur in Heidenheim noch schläft.

Es gibt nur wenige Ladesäulen, die öffentlich genutzt werden können. Einige sind permanent durch ansässige Unternehmen belegt, die dort E-Fahrzeuge abstellen, obwohl diese oft gar nicht geladen werden. Ladesäulen in der Innenstadt Fehlanzeige. Auf Nachfrage bei den Stadtwerken, ob hier etwas in Planung ist, kam die eindeutige Antwort „Nein“.

Zehn Wallboxen für den städtischen Fuhrpark

In der Rathaus-Tiefgarage gibt es für den nicht-öffentlichen Parkbereich mehr als zehn Wallboxen zum Laden für den städtischen Fuhrpark. Im öffentlichen Teil sind gerade mal zwei Stellplätze ausgewiesen, wobei es nur einen Ladeanschluss gibt. Dort können also nicht einmal zwei Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden. Von Ladeinfrastruktur kann hier also nicht die Rede sein.

In den anderen Parkgaragen sieht es wohl nicht anders aus. Wenn Heidenheim in den ersten Gang schalten möchte, muss jetzt etwas geschehen. Auf geht´s Herr Salomo, Sie haben die Chance, ein erstes Zeichen zu setzen.

Steffen Wild, Heidenheim