Wenn Silja Kummer ein aktuelles Thema aufgreift, dann macht sie es gründlich. So wie sie seinerzeit das höchst umstrittene Cross Border Leasing (CBL) „unter die Lupe“ nahm und in mehreren Folgen in der HZ darüber berichtete, widmet sie sich in dieser Ausgabe der HZ der Produktionsverlagerung der Firma Hartmann nach Polen. Im Frühjahr 2015 berichtete sie unter der Überschrift „Für eine Handvoll Dollar“, wie Geld aus Abwasser generiert werden sollte. So wurde den Städten das CBL schmackhaft gemacht. Neben Heidenheim fanden auch Aalen und Schwäbisch Gmünd Gefallen an diesem Deal. Silja Kummer wurde für ihre Arbeit mit dem 2. Preis der Otto-Bremmer-Stiftung (OBS) belohnt.

Nun prangert Frau Kummer zu Recht das Vorgehen der Firma Hartmann an. Wenn Hartmann für die Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Polen dann auch noch mit EU-Fördermitteln belohnt wird, sollte nicht nur der Betriebsrat protestieren.

Gisela Paschen, Heidneheim